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Gibt es die Winsener FDP eigentlich noch?

Jan Filter (li.) und Nino Ruschmeyer wollen die Winsener FDP wieder nach vorne bringen
thl. Winsen. Keine Anträge im Stadtrat oder in den Fachausschüssen. Der letzte "aktuelle" Eintrag auf der Homepage vom 12. September 2012 (!), die davor vom 20. August 2011 (!). Und immer wieder Gerüchte um den "letzten Liberalen" im Stadtrat, Nino Ruschmeyer, er ein Zusammenschluss mit anderen Fraktionen anstreben soll. Da stellt sich doch die Frage: Gibt es die Winsener FDP überhaupt noch?
"Wir sind seit der Kommunalwahl im September 2011 geschwächt, aber nicht tot", sagt Ruschmeyer. Allerdings sei das Ergebnis ein Schock gewesen, von dem man sich erst jetzt allmählich erhole.
"Leider kam die Kommunalwahl zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Nämlich genau da, wo die Menschen von der Bundes-FDP wegen vieler leerer Versprechungen enttäuscht waren", sagt Jan Filter, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Winsen. Dafür sei man auch auf Kommunalebene abgestraft worden. Die Folge: Die Winsener FDP bekam nur noch einen Sitz im Stadtrat.
"Damit waren Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten fast bei Null", so Ruschmeyer. Hinzu komme, die CDU sei die einzige Partei gewesen, die nach der Wahl mit ihm geredet habe. Deswegen habe er mit den Christdemokraten zusammengearbeitet, war aber nie an deren Entscheidungen gebunden. Ruschmeyer: "Nachdem die Winsener Liste zu zerbrechen drohte, wollte ich mit denen eine Koalition eingehen. Das ist leider auf der Zielgeraden an dem Votum der Mitglieder der Wählergemeinschaft gescheitert." Dumm für ihn: Seitdem ruht auch die Zusammenarbeit mit der CDU.
Aufgeben wollen die Liberalen aber nicht. "Gerade jetzt im Vorfeld zur Bundestagswahl haben wir immer wieder Infostände in der Stadt", so Jan Filter. Dort wolle man sich als Ansprechpartner präsentieren und die Winsener wieder für liberale Kommunalpolitik begeistern.