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Wird Tespes Vize-Bürgermeister Werner Zenz auf Ratssitzung abgewählt?

Vize-Bürgermeister Werner Zenz (Foto: archiv/FWG Elbmarsch)

"Ich fühle mich von CDU und SPD hintergangen"

  ce. Tespe. Im Sportlerheim des TSV Tespe wird es am Mittwoch, 9. Mai, um 19.30 Uhr spannend: Dann soll dort der Nachfolger des im März zurückgetretenen Bürgermeisters Karl-Heinz Kornberger gewählt werden. "Und es sieht ganz danach aus, dass ich dann abgewählt werden soll", ärgert sich Vize-Gemeindeoberhaupt Werner Zenz (74, Freie Wähler) gegenüber dem WOCHENBLATT. Zenz hat nach Kornbergers Abgang kommissarisch die Aufgaben des Bürgermeisters übernommen.
Kürzlich erklärte die Tesper Ratsmehrheit aus Sozialdemokraten und Christdemokraten, dass sie gemeinsam den Sozialdemokraten Michael Cramm als neuen Bürgermeister stellen wollen. Sie begründeten ihre Kooperation damit, dass sie die gleichen Ziele verfolgten und die Gemeinde nach vorne bringen wollten (das WOCHENBLATT berichtete). "Jetzt werfen mir CDU und SPD vor, ich hätte den Bürgermeister nicht genügend unterstützt und würde meine Arbeit jetzt auch nicht ordentlich machen", erklärt Werner Zenz empört. "Ich bin nach wie vor bis zu sieben Stunden täglich im Gemeindebüro, um alle anfallenden Angelegenheiten zu regeln."
Er hätte es begrüßt, wenn ein fraktionsübergreifender Arbeitskreis gegründet worden wäre, um die Aufstellung eines Haushaltes oder Maßnahmen gegen die Platzproblemen im Kindergarten voranzutreiben. Stattdessen fühle er sich durch das derzeitige Verhalten von CDU und SPD "voll und ganz hintergangen". Werner Zenz: "Sollte ich auf der Ratssitzung abgewählt werden, werde ich diesen Vorgang juristisch prüfen lassen."