Mensa in der Oberschule Apensen besser als ihr Ruf / Ein Besuch
Apensen: Den Schülern schmeckt's

Das Essen ist lecker, sagen Felix (12, v. li.), Fiete (11), Josi (11) und Ricardo (12)
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ab. Apensen. Als das WOCHENBLATT Anfang Juli über eine Samtgemeinde-Ratssitzung berichtete, in der es auch um das Essen in der Oberschule Apensen ging, war das für die Mensa-Mitarbeiterinnen ein Schock. "Wir waren fassungslos", sagt Kerstin Düvelmeyer. Wie über die angeblich mangelnde Qualität der Mahlzeiten geredet worden sei, habe sie und die anderen Mitarbeiterinnen sehr getroffen. Und ein Besuch in der Mensa zeigt: Den Schülern schmeckt's.

Auf der Ratssitzung hieß es, das Essen müsse aufgewertet werden, die Tiefkühlkost schmecke vielen nicht, spontan zu essen sei kaum möglich, es müsse mehr Auswahl geben - mindestens ein vegetarisches Menü. "Das war ein ziemlicher Schlag für uns. Denn bisher war keine Rede davon gewesen, dass das Essen schlecht wäre", meint Kerstin Düvelmeyer. Vor vielen Jahren war sie in den Mensabetrieb als "Frühstücksmutter reingerutscht", ist geblieben und jetzt bei der Gemeinde fest angestellt.

Gesunde Mahlzeiten
Drei Tage in der Woche, von Dienstag bis Donnerstag, wird Essen angeboten, an zwei Tagen essen 90 bis 100, an einem Tag 30 bis 40 Schüler. Insgesamt sind vier Frauen und nun auch ein Koch, ein Minijobber, für die Mahlzeiten zuständig. Es gibt eine Mischküche aus Tiefkühlkost und frischen Zutaten, "eben das, was zeitlich machbar ist". Kartoffeln, Reis, Nudeln und Salat beispielsweise würden immer frisch zubereitet.
"Gemüse wird sogar schonend gegart. Wir möchten die Mahlzeiten so gesund wie möglich auf den Tisch bringen."

Außerdem werde darauf geachtet, dass das Essen nicht zu stark gewürzt wird. "Viel Salz ist ungesund. Aber jeder kann uns fragen und nachwürzen." #+Eine vernünftige Schulmensa sollte zwei Essen zur Auswahl haben, meint Schulleiter Thomas Schröder. "Eines sollte vegetarisch sein und das wollen wir an mindestens zwei Tagen pro Woche anbieten." Dafür müssten aber auch die Rahmenbedingungen stimmen, beispielsweise das Personal an ausreichender Stundenzahl zur Verfügung stehen. 
Seit Kurzem unterstützt ein Koch auf 450-Euro-Basis das Team. "Von dem, was wir anbieten und leisten, war er positiv überrascht", sagt Düvelmeyer. Jetzt werde geschaut, wie er sich gut einbringen kann.

Keine Spontanesser
Wofür Thomas Schröder nicht zu haben ist: Spontanesser. Dabei gehe es ihm nicht um den einen Schüler, der einmal mitessen möchte. Ein Anspruch darauf könne nicht bestehen. "Es kann nicht sein, dass sich 90 Schüler anmelden und wir 100 Essen bereithalten müssen. Dafür ist die Küche auch nicht ausgelegt."
Bis drei Wochen vorher sollte ein Essen angemeldet werden, das möchte man nun auf eine Woche vorher reduzieren. "Wenn der Schüler dann doch nicht mitisst, weil er zum Beispiel krank geworden ist, kann er sich bis 8 Uhr des jeweiligen Tages abmelden", ergänzt Kerstin Düvelmeyer. In der Vergangenheit habe es häufiger nicht angemeldete Schüler gegeben, die mitgegessen haben mit dem Versprechen, die Eltern würden das Essensgeld überweisen. Das sei leider selten passiert und diese Schüler würden nun auch weggeschickt. "Wir sind zwar eine Dorfschule und wir kümmern uns gerne um Kinder, die traurig am Tresen stehen. Aber nicht Robin-Hood-mäßig."

Preis bleibt erst einmal
Was den Preis pro Mahlzeit betrifft: Seit rund sechs Jahren liege dieser bei 3,20 Euro - und so soll es auch zunächst bleiben. Düvelmeyer: "Keine Mutter kann für den Preis ein solches Essen anbieten." Zukünftig soll noch mehr Frisches auf die Teller kommen. Eine Salatbar ist auch geplant. "Wir werden erst einmal sehen, wie wir kalkulatorisch hinkommen", so der Schulleiter. "Ich habe mich aber rückversichert: Die Bereitschaft der Eltern, mehr für das Schulessen zu zahlen, ist da."

Schülerstimmen
Das WOCHENBLATT hat sich in der Mensa umgehört: Was sagen die Schüler zu dem Essen? 
"Ich esse immer mittwochs und es schmeckt gut", meint Mohamed (13). "Ich mag besonders gerne Nudeln oder Spaghetti." Carina (12) schmeckt alles, sie schwärmt aber für Kaiserschmarrn. "Und das Personal ist sehr nett." Auch Felix (12), Fiete (11), Josi (11) und Ricardo (12) gehen gerne in die Mensa. "Lecker!", sagen sie und haben nur eine kleine Anmerkung: "Manchmal wiederholen sich Mahlzeiten zu oft." Und Paula und Sarah (beide 12), denen besonders Pizza und Nudeln gut schmecken, begrüßen die Salatbar. "Dass die bald kommt, finden wir sehr gut."

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