Junge Menschen von der Jugendbauhütte engagieren sich im Denkmalschutz
Beckdorf: Kräftig anpacken auf dem Beekhoff

Stolz stehen die FSJler Gereon Klas (v.li.), Alexander Plümpe, Hanna Düßmann und Marie Kienemund vor dem Anbau an der Remise, den sie aus eigener Kraft geschaffen haben
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  • Stolz stehen die FSJler Gereon Klas (v.li.), Alexander Plümpe, Hanna Düßmann und Marie Kienemund vor dem Anbau an der Remise, den sie aus eigener Kraft geschaffen haben
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ab. Beckdorf. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu verbringen, gehört für viele Schulabgänger mittlerweile zur Lebensplanung. Ihr Engagement kommt den gewählten Einrichtungen zugute, während sie selbst innerhalb des Jahres neue Einblicke bekommen. Ein FSJ in einer der deutschlandweit 14 Jugendbauhütten zu absolvieren, um sich durch handwerklichen Einsatz dem Erhalt von Denkmälern zu widmen, dürfte noch immer als ungewöhnlich gelten. Die vier Jugendlichen Hanna Düßmann (19), Gereon Klas (19), Alexander Plümpe (20) und Marie Kienemund (21) haben sich für die Jugendbauhütte Stade entschieden und jetzt auf dem Beekhoff in Beckdorf kräftig mit angepackt.

"Man lernt Sachen, die man sonst nicht lernen kann, zum Beispiel Grünholztischlern oder Steinmetzarbeiten. Und das alles ohne Maschinen", sagt Hanna Düßmann. Die 19-jährige Ammerländerin (Landkreis im Nordwesten von Niedersachsen) hatte ursprünglich nach einem FSJ-Platz in einem Kindergarten gesucht. Auf einer Messe war sie am Stand der Jugendbauhütten gelandet und dort überzeugt worden. Im September vergangenen Jahres hatte sie dann bei der Jugendbauhütte Stade begonnen und bewohnt in der Kreisstadt gemeinsam mit Gereon Klas, Alexander Plümpe und Marie Kienemund eine WG, gemietet vom Träger.

Die Einsätze der Jugendlichen werden begleitet von sechs Seminaren an Orten wie der Bildungsstätte Hude oder einem Waldseminar in der Göhrde, in denen handwerklichen Techniken wie beispielsweise das Maurern vermittelt werden. Auf dem Beekhoff waren die vier FSJler bereits zum zweiten Mal und sind für drei Wochen geblieben. Ein zweiter Einsatz am selben Ort ergebe sich manchmal durch die Planung, erzählen sie.

"Manchmal wünscht man sich was Elektrisches", sagt Alexander Plümpe. Denn während ihrer Tätigkeiten dürfen die Jugendlichen nicht auf strombetriebene Geräte zurückgreifen - nur Akkuschrauber seien erlaubt. Dadurch lerne man aber, wie Material früher verarbeitet wurde, z.B. wie ein Baum mit der Axt gefällt werde und dann aus ihm ein Balken entstehe. Auf dem Beekhoff haben die jungen Ehrenamtler unter anderem den Bauernzaun ausgebessert und als einwöchiges Projekt einen Unterstand an die Remise angebaut.

Wie geht es für die vier nach diesem Jahr weiter? Hat das FSJ ihre Lebensplanung beeinflusst? Hannas Berufswunsch, Logopädin zu werden, hat sich bislang gehalten. Auch Ale-#+xander bleibt bei seinem Entschluss, ab Sommer Stadtplanung zu studieren. Marie, die bereits eine Ausbildung als Holzbildhauerin absolviert hat, wird nach dem FSJ ihr Abitur nachholen. Gereon allerdings möchte in der Branche bleiben. "Ich wollte sehen, ob Handwerk etwas für mich ist. Inzwischen kann ich das mit einem klaren Ja beantworten." 

Im Anschluss an den Beekhoff wartet auf die vier wieder ein Seminar und dann die nächste Station: In der Sankt Matthias-Kirche in Jork werden sie ein Holzkreuz restaurieren.

• Die Jugendbauhütten sind ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste. Weitere Infos unter www.denkmalschutz.de, Rubrik "Denkmale erleben".

Stolz stehen die FSJler Gereon Klas (v.li.), Alexander Plümpe, Hanna Düßmann und Marie Kienemund vor dem Anbau an der Remise, den sie aus eigener Kraft geschaffen haben
Ein freundschaftliches Klima herrscht zwischen Hanna Düßmann (v.li.), Marie Kienemund, Gereon Klas und Alexander Plümpe. Die vier FSJler bewohnen in Stade eine WG

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