Erntefest, Kinderfasching und Osterfeuer - in Sauensiek werden drei von vier großen Festen von der Dorfjugend organisiert. Die vierte Veranstaltung, das Schützenfest, richtet der Schützenverein aus. "Wenn wir nicht das Dorfleben erhalten, wer soll es dann tun?", fragt Henk Schliecker (24), der sich nichts anderes vorstellen kann, als auf dem Dorf zu leben. Für die Lebensqualität ist er gerne bereit, sich zu engagieren. "Es bringt ja auch Spaß, sich einzubringen", stimmt Jorge Meyer (18) zu. Seitdem er der Dorfjugend beigetreten ist, hat er viel mehr Kontakte zu Jugendlichen im Dorf. Das gleiche hat auch Pia Kratzert (18) erfahren. "Da wir ja alle in anderen Orten zur Schule gehen, hatte ich früher hauptsächlich Freunde aus anderen Gemeinden", erzählt sie. Gemeinsame Grillabende an der Dorfjugendhütte, Kanufahrten und andere Treffen verstärken das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Jugendlichen. Rund 25 Mitglieder gehören der Dorfjugend an, mit 14 Jahren ist Florian Fisch der jüngste von ihnen. Weitere Mitglieder sind willkommen, vor allem die vier Mädchen würden sich sehr über Verstärkung freuen.
Genug zu tun gibt es auf jeden Fall. "Viele wissen gar nicht, was wir alles machen", sagt Nadine Stallbohm (25), Vorsitzende der Dorfjugend. Für das Erntefest, das am Samstag, 17. Oktober, ab 13 Uhr gefeiert wird, haben die Mitglieder bereits im vergangenen Jahr Getreide geschnitten und an mehreren Abende die Erntekrone gebunden und den Erntefestwagen dekoriert. "Früher wurde die Krone nach dem Fest verbrannt", erzählt Nadine. "Aber bei dem Arbeitsaufwand, sie herzustellen, bewahren wir sie jetzt auf." Für den Festumzug holen die Jugendlichen jedes Jahr die notwendigen Genehmigungen ein, sie entwerfen Flyer und verteilen sie im Ort, kaufen Getränke für mehrere Hundert Besucher, teilen den Tresendienst ein, organisieren eine Hüpfburg, räumen nach dem Fest wieder auf und vieles mehr. Auch über neue Attraktionen wird immer wieder nachgedacht. So findet dieses Jahr beim Erntefest erstmals ein Luftballon-Weitflug-Wettbewerb statt.
Noch mehr Aufwand betreibt die Dorfjungend bei der Organisation des Osterfeuers am Litberg. "Da sind wir schon vier Wochen vorher jeden Samstag im Einsatz, um Holz einzusammeln und es mit Treckern zum Litberg zu bringen", sagt Henk. Rund 200 Meter Kabel werden verlegt, 1.000 Liter Getränke zum Veranstaltungsplatz geschleppt, zwei Tresen aufgebaut und alle Dienste eingeteilt. "Gar nicht so einfach, beim Ansturm auf den Tresen cool zu bleiben und sich trotz Hektik beim Wechselgeld nicht zu verrechnen", erzählt Pia, die im vergangenen Jahr erstmals den Ausschank übernahm. Den Betrieb der Wurstbude hat die Dorfjugend jetzt einem Profi übergeben. "Wir haben auch so genug zu tun", sagt Henk.
"In der Dorfjugend lernt man, selbständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen", bestätigt Tjark Prochnow aus Wiegersen und erinnert an eine Veranstaltung, bei der die Dorfjugend fast vergessen hätte, Toastbrot zu organisieren. "Man muss wirklich jedes Detail im Blick haben."
Interessierte sind herzlich eingeladen, das nächste Treffen der Dorfjugend zu besuchen: Am Freitag, 6. November. 19 Uhr, an der Dorfjugendhütte in Sauensiek am Vietshof (direkt neben den Containerunterkünften für Asylbewerber).
Infos: Dorfjugend.Sauensiek@gmx.de

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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