Apensen bricht eine Lanze

"Sabine, wir stehen hinter dir!", sagen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Apenser Rathauses. Weitere Erklärungen zu dem Sachverhalt möchten sie nicht abgeben, sondern nur ein "klares#+ Statement" setzen
  • "Sabine, wir stehen hinter dir!", sagen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Apenser Rathauses. Weitere Erklärungen zu dem Sachverhalt möchten sie nicht abgeben, sondern nur ein "klares#+ Statement" setzen
  • Foto: Samtgemeinde Apensen
  • hochgeladen von Alexandra Bisping


Reaktionen aus der Samtgemeinde: Interims-Verwaltungschefin wird verteidigt

ab. Apensen. Apensen kommt nicht zur Ruhe: Zwar gibt es nichts Neues von der Kommunalaufsicht, die die Samtgemeinde seit einigen Wochen im Visier hat. Trotzdem steht das Barometer auf Sturm - Ratsmitglieder der Samtgemeinde scheinen sich in zwei Lager zu spalten und versuchen, Lücken in den eigenen Reihen zu schließen und eine Lanze für die stellvertretende Verwaltungschefin Sabine Benden zu brechen.

Die Samtgemeinde war unter anderem in die Schlagzeilen geraten, weil mehrere Parteien aufgrund des Rücktritts des Samtgemeinde-Bürgermeisters Peter Sommer entschieden hatten, einen Headhunter für die Kandidatensuche einzuschalten. Die Kosten von mehr als 35.000 Euro sollten aus dem Gemeindetopf gezahlt werden.

Nach den "permanent negativen Berichten in der Presse über die aktuellen politischen Themen in der Samtgemeinde", wie WOCHENBLATT-Leser und Apensens Ex-Bürgermeister Kurt Matthies (SPD) schreibt, habe auch er zuerst die Lage als "falsch, undemokratisch und rechtswidrig" eingestuft. Doch nach weiteren Informationen habe er nun den Eindruck, die Kommunalaufsicht werfe der Samtgemeinde den Einsatz eines Headhunters zur Kandidatensuche und die Bezahlung aus dem Gemeindetopf vor. In Wietzendorf im Heidekreis sei das von der Kommunalaufsicht aber nicht beanstandet worden.

Außerdem kritisiert Kurt Matthies, dass es "Kräfte gibt, die nicht das Wohl Apensens im Blick haben und auch das Vertrauen der Ratsmitglieder stören". Gemeint ist hier das Treffen politischer Vertreter mit einer möglichen Kandidatin für die Samtgemeinde-Bürgermeisterwahl, das in einem Bericht als "eventuell unzulässig dargestellt" worden sei.
"Für besonders schlimm, traurig und falsch halte ich die Berichte und Angriffe über und gegen unsere Bauamtsleiterin und derzeitige Verwaltungschefin Sabine Benden. Die nachweislich positiven Entwicklungen in unserer Samtgemeinde und deren Mitgliedsgemeinden sind auch ihr Verdienst."

Beckdorfs Bürgermeister Jan Gold (CDU) habe "unsachliche Angriffe" gegen die Interims-Verwaltungschefin geäußert. Im Rathaus werde eine Person gesucht, die "unvoreingenommen und sachorientiert unsere Samtgemeinde weiterführt und die Bürgerinnen und Bürger zusammenführt und nicht spaltet".
Auch einige Ratsmitglieder fordern den Schulterschluss hinter Sabine Benden. In dem Schreiben des Ratsmitglieds Andreas Steltenpohl (CDU), das dem WOCHENBLATT vorliegt, heißt es, dass die Mehrheit des Rates sie für eine qualifizierte Kraft hielte, die es nicht verdient habe, an den Pranger gestellt zu werden. Eine Erklärung mit Namen aller Befürworter solle demnächst öffentlich bekannt gegeben werden.

Kein Wort davon, dass Sabine Benden gerade die Samtgemeinde verklagt: Die Kommunalaufsicht hatte die Zulage von 548 Euro monatlich untersagt, die der kommissarischen Verwaltungschefin vom Samtgemeinderat rückwirkend ab 1. Oktober zugesagt worden war.

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