Corona-Zwangspause für Mareike Vogel
„Luchse“-Torhüterin in Quarantäne

Torhüterin Mareike Vogel gibt den "Luchsen" den nötigen Rückhalt
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HANDBALL: Kapitänin muss beim Training im Home-Office aussetzen – sportliche Zukunft des Zweitligisten mit einigen Fragezeichen versehen

(cc). Momentan absolviert Torhüterin und Mannschaftskapitänin der Handball-Luchse (HL) Buchholz 08-Rosengarten (2. Bundesliga), Mareike Vogel, nicht das gleiche Training wie der Rest der Mannschaft im Home-Office. Denn die 33-jährige Handballerin wurde von einer Zwangspause überrascht - weil eine Patientin der Physiopraxis, in der die ausgebildete Sportwissenschaftlerin und Physiotherapeutin Mareike Vogel arbeitet, positiv auf Corona getestet wurde.
Jetzt ist die „Luchse“- Torhüterin selbst in häuslicher Quarantäne, und mittlerweile in ihrer Hamburger Zweizimmerwohnung mit kleinem Balkon gelangweilt. Selbst am Heimtraining nach den individuell ausgearbeiteten Trainingsplänen darf sie momentan nicht teilnehmen. Vorher konnte sie sich noch in der spielfreien Zeit trotz Corona-Pandemie allein in ihrer Wohnung mit Hanteltraining und täglichen Laufrunden um die Hamburger Alster fit halten. Dazu kam noch Einzeltraining im Kraftraum, der ihr an ihrer Arbeitsstelle nach Dienstschluss zur Verfügung stand.
„Die Möglichkeit, mit einem Ball in den eigenen vier Wänden zu trainieren habe ich nicht, zumal Paraden in einer möblierten Wohnung schmerzhaft sein könnten“, sagt die Torhüterin lachend: „Aber Yoga und Beweglichkeitsübungen stehen täglich auf meinem häuslichen Trainingsplan.“
Weil Mareike Vogel bislang negativ auf Corona getestet wurde, hofft sie nun darauf, in absehbarer Zeit wieder in der Physiopraxis arbeiten zu dürfen, und auch am Training im Home-Office der „Luchse“ teilzunehmen. „Unsere Trainer haben bereits geplant, mit der gemeinsamen Vorbereitung auf die neue Saison 2020/21 in der ersten Juli-Woche zu beginnen. Dann sollte auch die Nordheidehalle wieder für den Sportbetrieb zur Verfügung stehen“, so die Luchse-Kapitänin: „Aber momentan sind wir noch alle in großer Sorge, wie der Handball-Spielbetrieb nach der möglicherweise langen Zwangspause je wieder aussehen wird.“
Eigentlich wollte Mareike Vogel mit der Saison 2019/20 ihre Sport-Karriere beenden. Da hatte sie auch schon nach den Meistertiteln 2017/18 und 2018/19 mit einem weiteren Teamtitel der „Luchse“ in der aktuellen Saison 2019/20 geliebäugelt. Aber in der aktuellen Saison 2019/20 wird es keinen Meister geben, obwohl die „Luchse“ nach 22 (von 30) Spieltagen auf dem ersten Tabellenplatz standen. Denn der HBF (Handball-Bundesliga Frauen) hat wegen Corona die Meisterschaftsrunde 2019/20 für die 1. und 2. Bundesliga offiziell für beendet erklärt (das WOCHENBLATT berichtete). Wann über den Aufstieg in die erste Liga entschieden wird, ist noch offen. „Auch wenn wir zu den Erstliga-Aufsteigern zählen sollten, gibt es momentan noch keine Gewissheit, ob wir das überhaupt wollen bzw. finanziell schaffen können“, so Luchse-Geschäftsführer Sven Dubau.
„Ich selbst würde mit einer weiteren Spielzeit in der 2. Bundesliga voll zufrieden sein“, betont Mareike Vogel, die noch eine weitere Spielzeit bei den „Luchsen“ bleiben wird: „Aber mir ist auch bekannt, dass einige jungen Spielerinnen aus unserer Mannschaft sich schon einen sportlichen Aufstieg in die erste Liga wünschen.“
Die Luchse-Torhüterin, die 2015 vom TSV Travemünde zu den „Luchsen“ kam, hat mit erfolgreichen Paraden schnell die Herzen der Buchholzer Fans erobert. Durch ihr untadeliges Auftreten und ihr Können ist Mareike Vogel auch Vorbild und Vertraute für die jungen Spielerinnen geworden, denen sie als Kapitänin mit Rat und Tat zur Seite steht. „Jahr für Jahr spielte sie eine überragende Saison im Tor“, lobt auch Luchse-Trainer Dubravko Prelcec: „Ich freue mich sehr, dass wir auch für die kommende Saison mit Mareike planen können. Denn sie ist ein bedeutender Bestandteil im Spiel unserer Mannschaft."

Torhüterin Mareike Vogel gibt den "Luchsen" den nötigen Rückhalt
Vor einem Jahr feierte Kapitänin Mareike Vogel (mit Meisterschale) mit ihrer Mannschaft noch den Titelgewinn in der Zweitliga-Saison 2018/19. In der abgebrochenen Spielzeit wird es keinen Meister in der 2. Bundesliga geben
Autor:

Roman Cebulok aus Buchholz

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