Sie wollen es den Jungspunden zeigen

Bestreiten die Ironman-Staffel in Glücksburg: (von vorn) Reiner Wieneke, Rainer Brase und Jochen Menzel
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Triathlon-Senioren (68, 66, 62) bereiten sich auf Ironman-Staffel im Sommer vor / Unterstützung im Kampf gegen Doping

os. Buchholz. Sie bringen es zusammen auf fast 200 Lebensjahre - und wollen der Jugend sportlich Paroli bieten: Wenn am 5. August 2018 in Glücksburg (Schleswig-Holstein) der Ironman-Triathlon stattfindet, bilden Rainer Brase (62) aus Jesteburg, Jochen Menzel (68) aus Asendorf und Reiner Wieneke (66) aus Buchholz die bei Weitem älteste Staffel. Trotzdem formuliert das Trio ein anspruchsvolles Ziel: „Wir wollen unter elf Stunden bleiben“, erklärt Wieneke. Schon im vergangenen Jahr hatte der ehemalige BBS-Lehrer eine Staffel zusammengetrommelt, der Start kam aber nicht zustande.
Das soll jetzt anders werden. „Wir sind ambitioniert und freuen uns schon jetzt auf den Wettbewerb“, sagt Jochen Menzel. Der ehemalige Kinderarzt und Wieneke kennen sich von gemeinsamen Trainingseinheiten im Jesteburger Schwimmbad. Dort entstand auch die Idee, zusammen die Ironman-Distanz anzugehen. Mit dem Arzt Rainer Brase, der als Geschäftsführer einer psychiatrischen Klinik in Hannover arbeitet, haben die sportlichen Senioren einen Mitstreiter gefunden.
Brase wird als Schwimmer den Dreikampf beginnen. Für ihn stehen 3,8 Kilometer in der Ostsee auf dem Programm. „Ich kann nicht schnell schwimmen, aber dafür ausdauernd“, sagt Brase schmunzelnd. Die angepeilten 1:30 Stunden sollten trotzdem kein Problem sein, sagt der Freiwasser-Spezialist, der in seiner Freizeit schon mal acht Kilometer im offenen Meer zurücklegt.
Brase wird dann an Reiner Wieneke übergeben, der auf dem Rennrad 180 Kilometer abreißen muss - sechs Mal eine 30-km-Schleife in und um Glücksburg. „Ich habe großen Respekt vor der langen Distanz“, erklärt Wieneke, der in diesem Jahr u.a. für die deutsche Altersklassen-Nationalmannschaft bei der Triathlon-EM im Einsatz war (das WOCHENBLATT berichtete). Der Buchholzer strebt eine Zeit von sechs Stunden an. „Einen 30er-Schnitt müsste ich eigentlich schaffen“, so Wieneke.
Abschließend schlägt die Stunde von Jochen Menzel: Er läuft den Marathon über 42,195 Kilometer - möglichst in 3:30 Stunden. Schon seit 20 Jahren betreibt der ehemalige Arzt Triathlon, hat zudem zahlreiche Marathons bestritten und war auch mehrfach beim Radrennklassiker „Cyclassics“ am Start. „Die Strecke in Glücksburg ist besonders schön, die Atmosphäre sehr familiär“, berichtet Menzel. Er muss es wissen: Im Jahr 2015 bestritt er den Ironman als Einzelstarter und erreichte nach rund 13 Stunden das Ziel.
Den Triathlon in den Vierlanden über die halbe Ironman-Distanz Anfang Juni 2018 will das Trio als Generalprobe nutzen. „Dort können wir z.B. schauen, wie die Wechsel funktionieren“, erklärt Wieneke.
Rainer Brase, Rainer Wieneke und Jochen Menzel nutzen ihren Start auch, um den Kampf gegen Doping zu unterstützen. Selbst bei kleineren Veranstaltungen nutzten Amateure leistungssteigernde Substanzen, berichtet Wieneke. Das Trio dagegen ist sauber: „Gerade dadurch, das wir nie gedopt haben, können wir in unserem Alter noch solche Ausdauerleistungen bringen“, sagen die Hobbysportler. Unterstützt wird das Trio von der nationalen Antidoping-Agentur (Nada), die die Sportler u.a. mit T-Shirts mit dem Aufdruck „Alles geben - nichts nehmen“ unterstützt - getreu dem Motto der ambitionierten Triathlon-Senioren.  

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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