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Initiative aus dem Klimaforum
Mehrweg statt Einweg in Buchholz

Engagieren sich für Müllvermeidung: (v. li.) Jennifer Kringel, Swantje Werner und Alex Miemczyk  | Foto: Helms
  • Engagieren sich für Müllvermeidung: (v. li.) Jennifer Kringel, Swantje Werner und Alex Miemczyk
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os/nw. Buchholz. Swantje Werner, Jennifer Kringel und Alex Miemczyk vom Klimateam Konsum & Ernährung des Buchholzer Klimaforums setzen sich dafür ein, dass in der Nordheidestadt ein neues Mehrwegsystem etabliert wird. Mit diesem sollen nach dem Genuss eines Take-away-Menüs nicht mehr Berge von Plastik die Mülleimer zuhause oder in der Stadt verstopfen. „Wir möchten intelligente Mehrweg-Lösungen für Cafés, Imbissstuben und Restaurants etablieren, die es Konsumenten und Gastronomiebetreibern leicht machen, sich auch bei To-go-Produkten klima- und umweltfreundlich zu verhalten“, betont Werner. „Außerdem wollen wir ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen.“ Die Umweltschützerinnen greifen dabei auf bundesweit etablierte Systeme zurück: Rebowl, Recup, Refill und Too Good To Go.
Bei Rebowl ersetzen wiederverwendbare Schalen die üblichen Verpackungen für Take-away-Essen, Recup ist das Mehrwege-Pendant für die Einweg-Kaffeebecher. Schale und Becher werden von Gastronomen gegen fünf beziehungsweise ein Euro Pfand an die Kunden ausgegeben. Mit Refill sollen Einweg-Plastikflaschen eingespart werden. Die Idee: Geschäfte, Praxen, Rathäuser und Co. bieten an, dass während ihrer Öffnungszeiten jeder, der möchte, sein Trinkgefäß kostenlos mit Leitungswasser auffüllen kann. Um sich als Nachfüllstation für Frischwasser und Müllvermeider zu präsentieren, ist ein Refill-Aufkleber an der Eingangstür notwendig – den gibt es kostenlos beim Klimateam Konsum & Ernährung. Die kostenlose App Too Good To Go schließlich will die Lebensmittelverschwendung eindämmen, indem Gastronomie, Supermärkte, Bäckereien, Hotels überschüssige Speisen zu deutlich reduzierten Preisen über die App anbieten.
„Das Thema Müllvermeidung beschäftigt mich schon lange“, erklärt Alex Miemczyk ihre Motivation. Seit mehreren Jahren engagiert sich die Buchholzerin unter dem Motto „lebe lieber unverpackt“ für das Thema – hält Vorträge und bietet Workshops an.
Sie und ihre Mitstreiterinnen sind bereits seit Anfang März in der Stadt unterwegs, um Gastronomen und Geschäftsinhaber für die Mehrweglösungen zu gewinnen. Als erster Betrieb macht der Imbiss Snacks à la carte mit. • Wer Interesse an den Systemen hat oder im Klimateam Konsum & Ernährung mitarbeiten möchte, schreibt eine E-Mail an konsum.klimaforum@buchholz.de.

Redakteur:

Oliver Sander aus Buchholz

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