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Kontrollen für mehr Sicherheit am Amtsgericht Buxtehude

Amtsgerichtsdirektor Matthias Bähre vor dem Metalldetektor Foto: tk
Jederzeit kann ohne bestimmten Anlass kontrolliert werden

tk. Buxtehude. Was ist denn da los? Diese Frage haben sich manche Besucher des Amtsgerichts Buxtehude in den vergangenen Wochen gestellt. Findet dort ein Prozess unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt? Jeder der rein will, auch in die Büros mit Publikumsverkehr, muss durch eine mit Wachtmeistern besetzte Sicherheitskontrolle mit Metalldetektor, Öffnen der Tasche. "Wir führen mehr Sicherheitskontrollen ohne bestimmten Anlass durch", erklärt Buxtehudes Amtsgerichtsdirektor Matthias Bähre. Solche Kontrollen habe es schon immer gegeben, doch die neue Landesregierung habe nicht nur mehr Richterinnen und Richter, sondern auch mehr Personal im Justizdienst versprochen. Das Ziel: Die Sicherheit in den Gerichten soll landesweit erhöht werden.

Bereits 2014 wurde ein landesweites Sicherheitskonzept erstellt, in Personal und Technik sei investiert worden. Je nach Sicherheitsstufe wurde eine Anzahl von Pflichtkontrollen festgelegt. Für Buxtehude waren das 35 im Jahr. "Das haben wir immer geschafft", sagt Bähre. Mit der neuen Initiative für mehr Sicherheit solle diese Zahl steigen - auch in Buxtehude. Wer Böses plane, müsse wissen, das jederzeit der Einlass kontrolliert werden kann, so Bähre. Natürlich gebe es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Gerichtes nie hundertprozentige Sicherheit, auch wenn die Wachtmeisterei permanent während der Öffnungszeiten des Gerichts besetzt sei.

In seinen 20 Berufsjahren an Gerichten habe er aber die Erfahrung gemacht, dass Menschen mit klarer Ansprache gut unter Kontrolle zu bringen seien, sagt der Amtsgerichtsdirektor. Die Gefahr, dass jemand ausraste, liege zudem auch weniger bei Strafprozessen. Oft gehe es bei Streitigkeiten, etwa ums Sorgerecht, vor den Familiengerichten emotional hoch her.
Neben den Überraschungs-Kontrollen könne jeder Richter von sich aus oder nach Hinweisen aus den Ermittlungsbehörden eine anlassbezogene Einlasskontrolle anordnen. Dass die Kontrollen nicht ohne Grund durchgeführt werde, zeige das Ergebnis. Fast jedes Mal werden Messer oder auch Abwehrsprays gefunden. Die werden einkassiert und dem Besucher des Gerichts beim Verlassen zurückgegeben.