Mutmaßlicher Feuerteufel ist erst 17 Jahre alt

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thl. Bütlingen. Der mutmaßliche Feuerteufel aus der Elbmarsch ist gefasst! Das teilte die Polizei am Montag mit. Sieben Brände soll der Täter innerhalb von zehn Tagen gelegt haben - fünf in Bütlingen, einen in Oldershausen und einen in Obermarschacht. Dabei sind zwei Reetdachhäuser, ein hartgedecktes Wohnhaus, Strohballen, Müllsäcke und ein Holzstapel am Rande eines Waldes in Flammen aufgegangen.
Nach dem letzten Feuer in Obermarschacht, wo der Täter, der sonst den Schutz der Dunkelheit gesucht hatte, am helllichten Tag zündelte, verdichtete sich die Spurenlage der Polizei. Zwei Tage später wurde der mutmaßliche Täter festgenommen.
Nach Informationen der Bild-Zeitung und der Hamburger Morgenpost soll es sich bei dem Festgenommenen um einen 17-jährigen Jugendlichen aus Bütlingen handeln, der Mitglied der Einsatzabteilung der örtlichen Feuerwehr war und bei den Bränden fleißig mitlöschte. Teilweise habe er die Retter sogar selbst alarmiert, heißt es. Der Junge soll einen Hauptschulabschluss und die Berufsbildenden Schulen in Winsen besucht haben. In der Schule galt er als Außenseiter, soll gemobbt worden sein. Laut Medienberichten hat der Jugendliche allein bei seiner Mutter gewohnt und kam nicht damit klar, dass der Vater die Familie verlassen hat. Daher habe er sich in die Feuerwehr geflüchtet, sie sei sein Leben gewesen. Zudem habe er die Brände auf seiner Facebookseite kommentiert.
Begonnen hatte die von der zeitlichen Abfolge her beispiellose Brandserie am 2. September in Bütlingen. Erst brannte eine Strohmiete, einen Tag später ein Holzstapel und an der Straße abgelegte Müllsäcke. Am 7. September brannte das erste Reetdachhaus nieder, zwei Tage später das nächste. Als die Polizei ihre Präsenz in dem 750-Seelen-Dorf Bütlingen massiv verstärkte, steckte der Junge ein Strohlager im benachbarten Oldershausen an. Zuletzt fackelte er am 12. September ein Wohnhaus in Obermarschacht ab.
In den betroffenen Orten herrscht große Erleichterung über die Festnahme des Feuerteufels. "Jetzt können wir endlich wieder ruhig schlafen", so die einhellige Meinung der Bürger. Allerdings haben sie auch Mitleid mit der Mutter des mutmaßlichen Täters und hoffen, dass sie jetzt "kein Spießrutenlaufen mitmachen muss".

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