"Soko Tierschutz" erstattet Anzeige / Veterinäramt untersucht tote Kuh
Wieder ein Fall von Tierquälerei im Landkreis Stade?

tk. Fredenbeck. Erneut ist die "Soko Tierschutz" im Landkreis Stade aktiv gewesen: Die Tierschützer bekamen am Wochenende einen Hinweis auf einen Fall von Tierquälerei in Fredenbeck. Nach Angaben der "Soko" lag eine kranke und verletzte Milchkuh, die offenbar Schmerzen hatte, ohne Futter in Kälte und Regen. "Soko"-Sprecher Friedrich Mülln vermutet, dass dieses Tier illegal abtransportiert werden sollte, um das Fleisch noch zu verwerten. Was verboten ist.

Genau diese Praxis der illegalen Transporte kranker Tiere hatten die Tierschützer beim Schlachthof in Düdenbüttel aufgedeckt. Der wurde daraufhin geschlossen und hatte danach nicht mehr die erneute EU-Zulassung beantragt.

Im aktuellen Fall hat die "Soko Tierschutz" Polizei und das Veterinäramt verständigt. Ein herbeigerufener Tierarzt hat die Kuh erlöst. Das Veterinäramt hat das Tier beschlagnahmt und wird es obduzieren. Die "Soko Tierschutz" hat Anzeige erstattet.

Friedrich Mülln übt Grundsatzkritik: Trotz des Skandals in Düdenbüttel habe der Landkreis nicht genug getan, um Landwirte von dieser Form der Tierquälerei abzuhalten. "Aus Düdenbüttel wurde nichts gelernt", sagt Mülln.
Die "Soko" hatte in den vergangenen Monaten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt: Monatelang hatte ein Tierschützer undercover im LPT-Versuchslabor in Mienenbüttel gearbeitet. Das wurde vom Landkreis Harburg mittlerweile geschlossen.

Stades Kreissprecher Christian Schmidt bestätigt den mutmaßlichen Tierschutzfall.
"Die Tierärztliche Rufbereitschaft des Landkreises Stade war am Sonntag gegen 20.15 sofort ausgerückt, nachdem sie seitens der Polizei von dem Fall informiert worden war", sagt er. Das Tier sei bei Ankunft der Amtsveterinärin in Fredenbeck bereits von einem praktizierenden Tierarzt eingeschläfert worden. "Das Kreisveterinäramt hat eine amtliche Sektion der Kuh veranlasst." Sie solle Details zu den Todesumständen und Hinweise auf mögliche Tierschutzverstöße liefern.

Wichtiger Hinweis: Wer ein hilfloses, krankes oder verletztes Haustier findet, sollte dies immer unverzüglich dem Kreisveterinäramt unter der Telefonnummer 04141- 123910 oder der Polizei über 110 melden, wenn der Halter nicht ermittelbar ist

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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