Lehrerfortbildung
Den Lernort Bauernhof in schulischen Alltag integrieren
- Ein Teil der Lehrkräfte beim Besuch des Hofs in Wennerstorf
- Foto: Landvolk
- hochgeladen von Bianca Marquardt
Im Rahmen der Lehrerfortbildung „Die Kartoffel: Vom Acker auf den Teller“, die vom Landvolk Kreisverband Lüneburger Heide initiiert und organisiert wurde, öffneten jüngst zwei landwirtschaftliche Betriebe in den Landkreisen Heidekreis und Harburg ihre Hoftore für rund 25 interessierte Lehrkräfte. Die Familie Wrogemann aus Wietzendorf und Familie Augustin aus Wennerstorf gewährten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern spannende Einblicke in den Anbau und die Vermarktung von Kartoffeln – vom Pflanzen bis zur Ernte.
Ziel der Veranstaltung war es, Lehrkräften praxisnahe Inhalte und Hintergründe zu vermitteln, die sie direkt in ihren Unterricht einbinden können. Dabei wurden zentrale Fragen behandelt, u.a.:
- Wie gelingt ein guter Einstieg ins Thema?
- Welche Experimente lassen sich rund um die Kartoffel im Klassenzimmer durchführen? Wo finde ich passenden Materialien und Hilfestellungen zu den Unterrichtseinheiten?
- Zu welchen Themen bieten sich Diskussionen oder Projektarbeiten mit Schülern an?
Die Lehrkräfte waren begeistert – besonders von der Vielfalt der Informationen rund um Anbau, Handel und Marktmechanismen. Viele waren beeindruckt vom Fingerspitzengefühl, das Landwirtinnen und Landwirte beim Kartoffelanbau benötigen, sowie von der großen und technisierten Erntetechnik.
Neben fachlichen Impulsen bot die Fortbildung auch Raum für den Austausch untereinander sowie zur Vernetzung mit den landwirtschaftlichen Betrieben der Region und dem Landvolk als Bildungspartner.
Die Lehrkräfte wünschen sich, künftig mit Schulklassen Hofbesuche durchzuführen. Das Landvolk hilft über seine Bildungsreferentinnen bei der Kontaktaufnahme und Organisation vor Ort und informiert über das bereits bestehende Unterstützungsangebot für Lehrkräfte.
Ein besonderes Anliegen der Organisatoren ist es, den Lernort Bauernhof stärker in den schulischen Alltag zu integrieren. Durch den direkten Kontakt mit der Landwirtschaft sollen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, Themen ganzheitlich zu erfassen, eigene Fragen zu entwickeln und eine fundierte Meinungsbildung zu erlernen.
Über das Projekt „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ erhalten teilnehmende landwirtschaftliche Betriebe eine Aufwandsentschädigung für Schulbesuche auf ihren Höfen. So soll langfristig ein nachhaltiges Bildungsnetzwerk zwischen Schulen und Landwirtschaft entstehen.
Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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