Alte Burg Hollenstedt
Im Naturschutz an der Este vereint

Ziehen beim Naturschutz an einem Strang: Ludwig Hauschild, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Estetal (li.), und Gewässerobmann Walter Mielke von der Fliegenfischer- und Naturschutzgemeinschaft Nordheide
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bim. Hollenstedt. Der eine ist Gärtnermeister und kümmert sich mit dem Heimat- und Verkehrsverein Estetal mit großem Engagement um die Grünpflege des Geländes rund um die Alte Burg Hollenstedt. Der andere ist Gewässerobmann bei der Fliegenfischer- und Naturschutzgemeinschaft Nordheide, die mit viel Einsatz die Este renaturiert. Zwischen Ludwig Hauschild und Walter Mielke wäre es kürzlich fast zum Eklat gekommen, als die Gewässerschützer aus der Not heraus tonnenweise Lesesteine am Zugang zum Denkmal Alte Burg im Landschaftsschutzgebiet abkippten, das sich noch dazu im Besitz der Stadt Hamburg befindet (das WOCHENBLATT berichtete). Doch Heimatvereinsvorsitzender Ludwig Hauschild ist wieder versöhnt. "Wir arbeiten ja beide im Interesse der Natur und der Allgemeinheit", sagt er, nachdem die Steine nun als Laich- und Strömungshilfe ins Gewässer befördert wurden.
"Mir tränen noch etwas die Augen, wenn ich die Furchen sehe", sagt Ludwig Hauschild zu den tiefen Spuren, die Bagger und Trecker mit Anhänger im Boden zurückgelassen haben. Dennoch bezeichnet er die Renaturierungsmaßnahmen, die die Naturschutzgemeinschaft gemeinsam mit dem Este-Unterhaltungsverband vorgenommen hat, als "tolle Sache".
"Wir haben hier 600 Tonnen Lesesteine, 150 Tonnen Kies und Totholz eingebracht, u.a. damit das Wasser verwirbelt wird und Sauerstoff hineinkommt und der Sand gebunden wird", erläutert Walter Mielke. Die Naturschutzgemeinschaft betreut die Este von Cordshagen bei Welle bis zur A1. 90 Prozent der Kosten für Naturschutzmaßnahmen zahlt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), zehn Prozent die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises.
Auch die Blumenwiesen, die der Heimatverein angelegt hatte, haben ihre Bedeutung, bestätigt Walter Mielke: "Die Insekten sind ja auch wichtige Nahrung für die Lebewesen in unserem Gewässer", sagt er und erkennt damit die Naturschutzbemühungen des Heimatvereins an.
Mit dem Bagger wurde die Fläche nach dem Transport der Steine in die Este wieder glattgezogen. Nun muss sie wieder eingesät werden. Die Saat müsse die Untere Naturschutzbehörde bezahlen, so Ludwig Hauschild. Er blickt dem Tag erwartungsvoll entgegen, wenn die Fläche wieder begrünt ist und dort wieder Wildblumen wachsen.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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