Esskastanie ist Baum des Jahres

Die Esskastanie

Durch den Klimawandel wird die Ansiedlung auch in Norddeutschland möglich

(mi). Früher galten ihre Früchte als das "Brot der armen Leute": Die Esskastanie ist Baum des Jahres 2018. Esskastanien sind vor allem im Weinbauklima Süddeutschlands heimisch in ausgeprägten Kastanienwäldern findet man sie u.a. auf der Insel Korsika. In Norddeutschland ist die Baumart nur sporadisch verbreitet.
Jedes Jahr wählt ein Gremium aus Forstexperten, Vertretern der Naturschutzverbände und der Landesforsten den Baum des Jahres. Für 2018 fiel die Wahl auf die Esskastanie.
Die Wuchsmöglichkeiten der Ess- oder Edelkastanie sind dabei laut Knut Sierk, Pressesprecher bei den Niedersächsischen Landesforsten, auch unter den norddeutschen Klimabedingungen interessant - insbesondere weil sich diese durch den Klimawandel änderten. Schon jetzt berichteten demnach immer wieder Revierförster der Niedersächsischen Landesforsten über gut wachsende Einzelexemplare von Esskastanie in ihren Revieren.
Ihren Namen trägt die Esskastanie wegen ihrer Früchte: Geröstete Maronen gelten als Delikatesse. Früher wurden die Kastanien auch gemahlen und weiterverarbeitet, daher nannte man sie auch "Brot der armen Leute". Eine wichtige Rolle spielten Esskastanien auch als Tierfutter. Es gibt wohl kaum einen Baum in Mitteleuropa und darüber hinaus, der durch seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten so eng mit der Geschichte der Menschen verbunden ist", erklärt Knut Sierk
Übrigens: Wer mal eine Esskastanie sehen möchte, hat bald in Buchholz die Gelegenheit dazu. Traditionell pflanzt die Stadt jedes Jahr auf einer Fläche gegenüber des Kreisels zum Fachmarktzentrum auf einer Wiese den Baum des Jahres an. Bei der Esskastanie könnte allerdings laut Stadtsprecher Heinrich Helms ein anderer Standort gewählt werden, da fraglich ist, ob der Baum auf der Wiese beim Kreisel optimale Wachstumsbedingungen hat.

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