Damit das Wasser weiter fließt: Trinkwasserverband Stader Land investiert in Leitungssystem

Trinkwasserverbands-Geschäftsführer Fred Carl zeigt auf einer Karte die Versorgungsgebiete
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jd. Dollern. Wie der Strom aus der Steckdose ist auch das Wasser aus dem Hahn für die allermeisten Menschen hierzulande eine Selbstverständlichkeit. Für viele war es daher eine ganz neue Erfahrung, ein paar Stunden ohne Leitungswasser dazustehen. Einen Morgen lang war in der Samtgemeinde Harsefeld die Wasserversorgung unterbrochen (das WOCHENBLATT berichtete). Der Trinkwasserverband (TWV) konnte den Schaden aber schnell beheben. Der Defekt trat nach Bauarbeiten auf, die eigentlich dazu dienten, dass derartige Probleme in Zukunft nicht mehr auftreten.

"An der Druckerhöhungsstation in Harsefeld haben wir eine neue Transportleitung angeschlossen", erläutert TWV-Geschäftsführer Fred Carl. Die Leitung verbinde die Bereiche der Wasserwerke Heinbockel und Dollern und diene dazu, eine stabile Versorgung in beiden Gebieten sicherzustellen. "Die Verlegung dieses Rohres mit rund 30 Zentimetern Durchmesser zwischen dem Rüstjer Forst und Harsefeld stellt eine unserer größten Baumaßnahmen der vergangenen Jahre dar und ist eine wichtige Investition in die Zukunft", so Carl. Die Versorgungssicherheit habe aus verständlichen Gründen oberste Priorität: Ein Zugausfall sei schon mal hinnehmbar, doch wenn das Wasser wegbleibe, werde es problematisch.

Rund 4 bis 5 Millionen Euro pro Jahr will der Trinkwasserverband in den Ausbau des Netzes stecken. "Überall entstehen neue Baugebiete, die an das System angeschlossen werden müssen", sagt Carl. Die Zahl der vom TWV versorgten Haushalte sei in den vergangen 25 Jahren um die Hälfte gestiegen: Gab es 1990 etwa 30.000 Anschlüsse, sind es heute 45.000. Auch die Brunnen-Kapazitäten müssen entsprechend erweitert werden. Knapp 1.700 Kilometer Hauptleitungen hat der Trinkwasserverband verlegt. Durch diese Rohre fließt jährlich rund 7,5 Millionen Kubikmeter Wasser. Das ist eine gewaltige Menge: Sie entspricht dem Fassungsvermögen von rund 250.000 Tanklastern.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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