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Jesteburg bekommt eine Bürgermeisterin

Eine kirchliche Romanze

Verliebten sich als Kollegen: Diakonin Delia und Pastor Jan Kreuch. Nun verlassen beide den Landkreis Harburg in Richtung Lüneburg
  • Verliebten sich als Kollegen: Diakonin Delia und Pastor Jan Kreuch. Nun verlassen beide den Landkreis Harburg in Richtung Lüneburg
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Delia und Jan Kreuch lernten sich im Kirchenkreis kennen - jetzt ziehen sie nach Deutsch Evern.

mum. Bendestorf. "Das Beste am Kirchenkreis Hittfeld war, dass wir uns hier kennengelernt haben", sagen Delia und Jan Kreuch schmunzelnd. Die beiden sind seit vier Jahren ein Paar und haben sich bei der gemeinsamen Arbeit für Jugendliche im Kirchenkreis Hittfeld kennengelernt. Delia Kreuch (31) ist Diakonin für Kinder und Jugendliche in der Nachbarschaft Handeloh, Heidenau und Tostedt. Dr. Jan Kreuch (38) ist Pastor in Bendestorf. Gemeinsam mit Tochter Mathea (2) und Golden-Retriever-Hündin Maja wechseln sie zum 1. Februar nach Deutsch Evern bei Lüneburg. Jan Kreuch wird am Sonntag, 21. Januar, im Gottesdienst um 10.30 Uhr in Bendestorf verabschiedet. Delia Kreuch wird auch am Sonntag, 21. Januar, in der Tostedter Johanneskirche im Rahmen des Jugendgottesdienstes "13 plus" um 18 Uhr verabschiedet.
Pastor Jan Kreuch kam im August 2013 nach Bendestorf. Mit einer halben Stelle war er Gemeindepastor, mit der anderen Hälfte Schulpastor am Gymnasium Hittfeld. Warum wechseln sie nach Lüneburg? "Die Schulpastoren-Stelle war immer eine befristete Stelle und daher für uns als Familie nicht sicher. Außerdem wohnen meine Eltern in Lüneburg, die uns als Babysitter unterstützen können", sagt Kreuch. Zu 80 Prozent wird er als Gemeindepastor in der Martinus-Gemeinde Deutsch-Evern arbeiten, mit 20 Prozent ist er für das Altenheim "Alte Stadtgärnterei" in Kaltenmoor in Lüneburg zuständig. Jan Kreuch war gern Pastor in Bendestorf: "In der Gemeinde leben viele nette, sympathische Menschen, die durchaus progressiv eingestellt sind. Dadurch konnte ich viel ausprobieren, den Gottesdienst in Punkten verändern oder einen Abendgottesdienst einführen. Im Gesprächskreis diskutierten wir mit unterschiedlichen Menschen über Glaubensthemen. Auch die Arbeit im Kirchenvorstand war sehr gut", sagt Jan Kreuch.
Delia Kreuch hat ihre Diakonenstelle in der Nachbarschaft Handeloh, Heidenau, Tostedt erst feststecken müssen, vorher gab es diese gemeindeübergreifende Stelle nicht. "Wir haben in der Zeit viel auf den Weg gebracht, es gibt nun in jeder Gemeinde Angebote für Jugendliche, renovierte Jugendräume oder ganz neue Räume wie den Bauwagen in Heidenau." Die Gemeinden zeigten sich allen Ideen immer sehr offen gegenüber, dadurch war vieles möglich. "Wir Diakone sehen uns im Kirchenkreis Hittfeld laut Konzept als 'Ermöglicher', deswegen war mir immer eine Stärkung des Ehrenamts der Jugendlichen sehr wichtig, damit sie auch ohne mich selbstständig und eigenverantwortlich handeln können.“ Nach Ende ihrer Elternzeit will sie als Diakonin oder Sozialpädagogin in Lüneburg arbeiten.
"Meine Diakonenkollegen sind ein tolles Team, mit dem ich gern gearbeitet habe", sagt Delia Kreuch. Das sieht auch Jan Kreuch so: "Das Arbeiten im Kirchenkreis Hittfeld hat viel Spaß gemacht. Gut ist auch das Konzept der Nachbarschaften. Es gibt dadurch in jeder Gemeinde Ansprechpartner für Jugendliche. Wir treffen uns mit Pastoren, Diakonen und Hauptamtlichen aus den Nachbarschaften des ganzen Kirchenkreises einmal im Monat zur Fachkonferenz, das ist ein wirklicher Vorteil und das gibt es nicht in jedem Kirchenkreis", sagt Jan Kreuch.
Die Vakanzvertretung in Bendestorf übernimmt Pastorin Dorothea Blaffert aus Klecken. Für Delia Kreuch übernimmt Diakonin Friederike Wunsch weitestgehend die Aufgaben in der Nachbarschaft Handeloh, Heidenau, Tostedt.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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