Rasrennfahrer Sven Papendorf absolvierte eine Originaletappe der Tour de France
Eine Quälerei mit bis zu 15 Prozent Steigung

Geschafft: Sven Papendorf im Ziel mit der Finisher-Medaille
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  • Foto: Papendorf
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(os). Am heutigen Samstag fällt auf der hammerharten letzten Alpenetappe die Entscheidung beim wichtigsten Radrennen der Welt, der Tour de France. Welche Qualen die Radprofis auf der 130 Kilometer langen Strecke von Albertville nach Val Thorens in den französischen Alpen durchleiden müssen, hat Sven Papendorf (47) am eigenen Leib erfahren: Der Triathlet aus Jesteburg - WOCHENBLATT-Sportler des Jahres 2017 - durfte auf Einladung des Teams Isostar die Originaletappe bereits fahren. Für die Strecke mit mehr als 4.500 Höhenmetern benötigte Papendorf, der bereits den Ironman auf Hawaii bestritten hat, rund acht Stunden.
"Einmal und nie wieder", lautete Papendorfs Kommentar im Ziel auf 2.368 Metern Höhe - nach drei Bergpässen, zwei davon in der höchsten Kategorie (HC). Allein für den finalen Anstieg über rund 35 Kilometer mit Steigungen zwischen sieben und zehn Prozent und einer Rampe von 15 Prozent kurz vor dem Ziel benötigte Papendorf rund drei Stunden. Zuvor hatte der für das bayrische Team Turbine Poschmühle startende Ausdauersportler auf der Abfahrt vom Cormet de Roselend mit 78,8 km/h einen persönlichen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt.
Nachdem er sich erholt hatte, relativierte Papendorf seine Aussage im Ziel. "Das wird eine Pflichtveranstaltung in meinem Rennkalender 2020", sagte er. Hoffentlich gehe es dann wieder ins Hochgebirge in den Pyrenäen oder in den Alpen, "vielleicht ja mit der Zielankunft im Radsport-Mekka L'Alpe d'Huez".
• Bereits am morgigen Sonntag ist Sven Papendorf wieder gefordert, wenn er beim Ironman in Hamburg an den Start geht. Klar ist, dass er den Wettbewerb nicht beenden wird: Wegen einer Beinverletzung kann er auf keinen Fall den Marathon bestreiten. 3,8 Kilometer in der Alster schwimmen und 180 Kilometer Rad fahren will Papendorf auf jeden Fall. Sollte das Schwimmen wie im Vorjahr wegen eines Blaualgenbefalls ausfallen, will der Athlet kurzfristig entscheiden, ob er den Ersatzwettbewerb - sechs Kilometer Laufen - bestreitet oder den Ironman abbläst.

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