Grundschüler setzen sich für die Umwelt ein
Jork: Klimapunkte sammeln für einen Eisbären

Schülerinnen und Schüler der Klima-AG vor dem Plakat des Eisbären, der dank ihres Engagements auf dem Bild eine Eisscholle hat
  • Schülerinnen und Schüler der Klima-AG vor dem Plakat des Eisbären, der dank ihres Engagements auf dem Bild eine Eisscholle hat
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  • hochgeladen von Alexandra Bisping

ab. Jork. Sie nennen sich Klimadetektive und haben schon einige Aktionen in ihrer Schule angeschoben. Jetzt haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klima-AG aus der Grundschule Am Westerminnerweg in Jork etwas Neues ausgedacht: Jeder, der CO₂-arm zur Schule kommt, darf einen weißen Aufkleber an einem Plakat befestigen.
Das Plakat zeigt einen Eisbären, der im Wasser steht - und in der Realität ertrinken muss, wenn es weder Eis noch Eisschollen gibt. Ein Schicksal, dem Eisbären aufgrund des veränderten Klimas immer häufiger zum Opfer fallen.

Um ein Zeichen zu setzen, durfte jedes Kind, das in einem Zeitraum von drei Wochen mit dem Fahrrad oder zu Fuß in die Schule gekommen war, für jeden Tag zwei Aufkleber anbringen. Wer mit dem Bus kam, hat einen Aufkleber beigesteuert, wer mit dem Eltern-Taxi kam, keinen. Jetzt ist die Aktion vorbei: Der Eisbär hat durch die vielen weißen Aufkleber zumindest auf dem Plakat eine Eisscholle bekommen.

"Wir wollten bei uns an der Schule CO₂ einsparen", erklärt AG-Leiterin und Pädagogin Anja Reetz. Die Idee wurde in einer Fachkonferenz festgezurrt. Außerdem wurden Listen an jede Klassentür gehängt, in die die Kinder eintrugen, wie sie zur Schule gekommen waren. Diese Listen werden jetzt ausgewertet. "Es ist auch für uns interessant, zu sehen, wie viele der 350 Kinder der Schule tatsächlich noch mit dem Auto gebracht werden." 

Auch bei einigen Eltern habe die Aktion eine Veränderung ausgelöst, erzählt Anja Reetz. "Die Erst- und Zweitklässler dürfen noch nicht ohne Begleitung mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Jetzt sind Eltern vom Auto auf das Rad umgestiegen, um ihr Kind auf diese Weise in die Schule zu bringen."

Aber die Klimaschutz-AG war schon vorher aktiv: Vor Längerem hatte sie einen Aufkleber entworfen mit dem Spruch "Alle raus - Licht aus", der gedruckt wurde und nun an jedem Lichtschalter klebt. Außerdem hatte die AG Kalender mit Energiespartipps hergestellt und Müll gesammelt. 

Jetzt wollen die Schülerinnen und Schüler Stühle bemalen und sie auf dem Schulfest vor den Sommerferien verkaufen. Ihr Ziel ist eine Solaranlage für das Schuldach.

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