Mitten im Leben in Estebrügge
Wenn ich nur einem Menschen Mut machen kann, wäre das toll

Möchte mit ihrer Geschichte Mut machen: Anja Fahrenwalde-Bode (51) | Foto: sts
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Die meistgeklickten Artikel der letzten Tage

Blaulicht
Für den heutigen Montagnachmittag wird erneut vor einer Sturmflut gewarnt | Foto: Daniel Beneke
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Sturmflutwarnung für den Landkreis Stade
Die erste Herbst-Sturmflut in diesem Jahr an der Unterelbe

Auch wenn an den meisten Bäumen noch das Laub hängt: Der Herbst ist da – und er hat sich am vergangenen Wochenende auch deutlich zu Wort gemeldet: Über den Norden fegte das Sturmtief "Maja" hinweg. Mit im Gepäck hatte die stürmische Maja die erste Sturmflut in dieser Saison. An der Küste hieß es im Vordeichgelände überall "Land unter". Auch entlang der Elbe und damit auch im Landkreis Stade kletterten die Pegel in der Nacht von Sonntag auf Montag auf Werte jenseits der Sturmflutmarke. Das...

Blaulicht

Verkehrskontrolle in Stade
Polizei beschlagnahmt 240 Liter Diesel

Zwölf Kanister mit insgesamt 240 Litern Diesel haben Polizisten am Freitagabend, 23. Oktober, bei einer Verkehrskontrolle in Stade entdeckt. Weil die Herkunft des Kraftstoffs unklar ist, besteht der Verdacht, dass es sich um Diebesgut handeln könnte. Gegen 18 Uhr stoppte eine Stader Streifenwagenbesatzung auf der Buxtehuder Straße (L111) einen Ford Transit mit Verdener Kennzeichen, der in Richtung Autobahn 26 unterwegs war. Am Steuer saß ein 23-jähriger Mann aus Bremen. Bei der Kontrolle fanden...

Blaulicht

Winsen
Pkw brannte an der Osttangente

Am Samstagmorgen, 24. Oktober, wurden gegen 6 Uhr Polizei und Feuerwehr zu einem brennenden Pkw an der Osttangente alarmiert. Der Fahrzeugführer war auf der BAB 39 unterwegs, als er bemerkte, dass sein Pkw kein Gas mehr annahm. Nachdem er die Autobahn verlassen und seinen Pkw am Fahrbahnrand abgestellt hatte, bemerkte er Flammen im Bereich des Motorraums. Als Brandursache wird ein technischer Defekt vermutet.

Blaulicht

Jesteburg
Zeuge überführte den Unfallverursacher - Polizei schnappte zu

Am Samstagnachmittag, 24. Oktober, beschädigte gegen 16.55 Uhr ein 44-jähriger Fahrzeugführer im Kleckerwaldweg zwei Verkehrspoller und entfernte sich anschließend unerlaubt von der Unfallstelle. Ein Zeuge folgte der durch den Unfall verursachten Ölspur, die zu einem beschädigten, abgestellten Pkw führte. Im Rahmen der anschließenden Unfallaufnahme wurde bei dem 44-Jährigen eine Atemalkoholkonzentration von 1,65 Promille festgestellt. Zudem war der Mann nicht im Besitz einer gültigen...

Panorama
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Lokales Engagement
Killtec spendet 3-in-1 Outdoorjacken für das Tierheim Buchholz

Eine schöne Geste der Unterstützung aus der eigenen Stadt: Die Firma Killtec Sport- und Freizeit GmbH, die in der Zimmererstr. 5 in Buchholz ansässig ist, hat die Mitarbeitenden des Tierheims Buchholz mit gesponserten Outdoorjacken ausgestattet. Die Übergabe der Jacken an das Team erfolgte durch Daniel Nedess. Stellvertretend für alle Mitarbeitenden nahm Mario Grabowski sie entgegen und bekam eine umfassende Einweisung für Nutzung und Pflege. Bei der Übergabe waren außerdem Sarah Fairway und...

Service

Hier wird geblitzt
Die Blitzer-Standorte in dieser Woche im Landkreis Stade

Achtung, Blitzer: Im Landkreis Stade sind in der Kalenderwoche 44 (Montag, 26. Oktober, bis Sonntag, 31. Oktober) wieder überall die mobilen Messfahrzeuge im Einsatz. Tempokontrollen kann es jederzeit im Kreisgebiet geben. Das WOCHENBLATT gibt einen Überblick, wo in den kommenden Tagen wahrscheinlich geblitzt wird. Wichtig: Die drei semistationären Blitzer-Anhänger sind wie gewohnt nicht Teil der Übersicht. Der Rat der Redaktion: Lieber einen Gang zurückschalten, Fuß vom Gas nehmen – und sicher...

Blaulicht
Die Feuerwehrleute beseitigten den umgestürzten Baum, während die Fahrgäste in der S-Bahn ausharren mussten | Foto: Feuerwehr Stade
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Sturmtief „Maja“ hielt Feuerwehren auf Trab
S-Bahn prallt in Stade gegen Baum: 145 Fahrgäste saßen im Zug fest

Sturmtief „Maja“ hat am Wochenende im Landkreis Stade zahlreiche Feuerwehreinsätze ausgelöst. Besonders brenzlig wurde es am Sonntagabend: Eine S-Bahn kollidierte auf dem Weg nach Hamburg mit einem umgestürzten Baum. Alle 145 Fahrgäste blieben unverletzt. Gegen 19 Uhr wurde im Bereich der Vorwerkstraße in Stade ein großer Baum entwurzelt. Er stürzte über einen Fußweg, durchschlug einen Absperrzaun und blieb mit seiner Krone auf den Bahngleisen liegen. Der Lokführer einer herannahenden S-Bahn...

Blaulicht

Buchholz
Verkehrsunfall mit drei Leichtverletzten

Am Sonntagmorgen, 25. Oktober,  kam es gegen 10.15 Uhr auf der B 75 an der Einmündung Fasanenstieg in Buchholz zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw. Als der 36-jährige Fahrzeugführer eines Volvos aus dem Fasanenstieg kommend auf der B75 wendete, missachtete er die Vorfahrt des in Norden auf der B75 fahrenden VW Lupo. Durch den Zusammenstoß wurden die insgesamt drei Fahrzeuginsassen leicht verletzt. Im Rahmen der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise auf eine mögliche Alkoholisierung des...

Blaulicht

Heidenau
Einbruch in Einfamilienhaus

Im Zeitraum von Samstag, 17. Oktober, bis Freitag, 23. Oktober, kam es im Heidenauer Eichenweg zu einem Einbruch in ein Einfamilienhaus. Die bislang unbekannten Täterschaft verschafften sich durch das Aufhebeln eines Fensters Zutritt zum Gebäude und durchsuchte anschließend die Räumlichkeiten. Personen, die Hinweise zu der Tat oder dem Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Buchholz unter Tel. 04181-2850 zu melden.

Blaulicht

Körperverletzung in Winsen
Zwei 13-Jährige in Deichstraße angegriffen – Zeugen gesucht

Zwei 13-Jährige sind am Sonntagabend in Winsen (Luhe) von einer Gruppe Jugendlicher verfolgt und angegriffen worden. Die Täter flüchteten in Richtung Innenstadt. Die Polizei bittet um Hinweise. Winsen (Luhe). Am Sonntag, 25. Oktober, kam es gegen 19 Uhr in Winsen zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Nach Angaben der Polizei verfolgten vier bis fünf Jugendliche zwei 13-Jährige und griffen sie anschließend in der Deichstraße an. Die beiden Minderjährigen wurden unter anderem im Gesicht...

Ihre Beschwerden wurden als Wechseljahre abgetan, Anja Fahrenwalde-Bode hatte jedoch einen Aortenaneurysma. Das ist eine sackförmige Erweiterung in den Gefäßwänden der Hauptschlagader.  "Am meisten bewegt mich, dass ich es überstanden habe", so die 51-Jährige.

WOCHENBLATT: Würden Sie sagen, dass es im Rückblick Anzeichen gab, die Sie nicht bewusst wahrgenommen haben?
Anja Fahrenwalde-Bode: Ja, definitiv. Im Nachhinein hat es schon ein bis zwei Jahre vorher angefangen. Ich habe deutlich gemerkt, dass ich nicht mehr leistungsfähig war. Die Puste ging mir schneller aus. Ich dachte, ich müsste einfach mehr Sport machen. Es war ein sehr schleichender Prozess. Ein halbes Jahr vorher fühlte ich mich, als ob mir jemand den Stecker gezogen hätte. Schnell wurde gesagt: "Du musst Dich ausruhen."
Ich hatte Schlafstörungen, die leicht anfingen und die dann regelmäßig auftraten. Mit Bauchschmerzen. Ich dachte, ich hätte etwas Falsches gegessen. Dann bekam ich massiven Haarausfall und zudem Panikattacken, wenn ich mich in der Öffentlichkeit bewegte. Ich habe mich sehr beengt gefühlt. Das war sehr untypisch für mich, da mich Menschenmengen nie gestört hatten. Da ich bereits eine andere Grunderkrankung habe, war das Wasser in den Beinen auch kein besonderes Alarmsignal für mich. Es wurde jedoch so schlimm, dass ich morgens schon geschwollene Knöchel hatte. Da wusste ich, dass das nicht gut ist. 
WOCHENBLATT: Wie haben die Ärzte reagiert?
Anja Fahrenwalde-Bohde: Die Ärzte nahmen an, ich sei in den Wechseljahren. Das habe ich dann so angenommen, dachte dass ich vielleicht eine falsche Wahrnehmung habe. Nach zwei Monaten habe ich jedoch nur noch im Sitzen geschlafen, denn ich litt unter Luftnot. Ich hatte zehn Liter Wasser im Körper. Meine Ärztin schrieb mich krank und bestimmte einen Wert zur Herzschwäche— dieser war absolut außerhalb der Norm. Dann bekam ich relativ schnell einen Termin beim Kardiologen, der mich mit der Diagnose "Aortenaneurysma" sofort ins Krankenhaus schickte, wo ich operiert wurde. Ich stand total unter Schock.
WOCHENBLATT: Was hat Ihnen in dieser Zeit geholfen?
Anja Fahrenwalde-Bode:
Meine Familie und meine Freunde haben mir sehr geholfen. Sie waren einfach da, ich kann ihnen auch nachts um drei schreiben. Anfangs weiß man nicht, was einen erwartet und das ist vielleicht auch gut so. Nach drei Wochen Krankenhaus kam ich nach Hause. Ich konnte nichts alleine machen. Mein Herz war leider immer noch schwach, so dass ich einen Defibrillator unter die Haut bekam. Die vierwöchige Reha tat gut, denn die Herzleistung verdoppelte sich. Bis zum Sommer hatte ich eine normale Herzfunktion.
WOCHENBLATT: Wie ging es weiter?
Anja Fahrenwalde-Bode: Auf dem Weg zur Nachuntersuchung im August fühlte ich mich glücklich und befreit. Es wurde ein CT gemacht und ich war guter Dinge. Leider teilte mir der Professor mit: "Da ist etwas undicht an der Prothese, da läuft Blut aus. Wir müssen nochmal operieren." Da habe ich das Vertrauen in den Körper verloren, da ich mich so gut gefühlt hatte. 
Nochmal 14 Tage ins Krankenhaus, nochmal einen Eingriff. Ich erholte mich so gut, dass ich ein ein Vierteljahr nach der OP wieder arbeiten gegangen bin. Das Gefühl wieder einen normalen Alltag zu haben, war einer meiner größten Wünsche.
Früher fand ich Herzen als Symbol eher kitschig. Jetzt steht das Herz als Symbol für mich für das pure Leben und für Kraft.

Redakteur:

Stefanie Schimanski aus Buxtehude

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