"Bolzplatz für Musiker"

Hat die "1st Class Session" ins Leben gerufen: Musiker und Musiklehrer Peer Frenzke
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Konzertreihe "1st Class Session" wird zehn Jahre alt / Initiator Peer Frenzke gibt Einblicke

(ab). Peer Frenzke stand schon mit Max Mutzke und Ingo Pohlmann auf der Bühne des Neu Wulmstorfer Jugendzentrums „Blue Star“ und der Ritterakademie in Lüneburg - jetzt wird seine Konzertreihe „1st Class Session“ zehn Jahre alt. „Ein Konzept steckt eigentlich nicht dahinter“, sagt der Initiator, „sondern eher so etwas wie kreatives Chaos.“

Das System der Konzertreihe ist ebenso originell wie gewagt: Vier Musiker, die sich wenige Stunden vor ihrem Auftritt das erste Mal treffen, stehen gemeinsam auf der Bühne und geben ein Konzert. Ohne vorher geprobt zu haben. Immer dabei: Gitarrist Peer Frenzke.

„Bei den ersten Auftritten hat jeder Musiker endlos lange Soli vorgetragen. Das ging nicht“, erzählt der Lüneburger. „Wir sind dann dazu übergegangen, Songs festzulegen und zu spielen.“ Als Gage gab es für die Musiker 20 Euro und ein warmes Essen.

Das „Nicht“-Konzept ging auf. Wie viel Spaß das spontane Musikmachen bringt und die gemeinsamen Auftritte in kleinen Clubs, sprach sich unter den Musikern herum. Peer Frenzke: „Es entwickelte sich ein richtiger Schneeball-Effekt. Erst sind wir den Musikern hinterhergelaufen, dann wurden wir angesprochen.“ Plötzlich hätten bekannte Mu-siker wie Johannes Oerding oder Gregor Meyle neben ihm auf
der Bühne gestanden. „Es gibt keine Proben und keine langen
Absprachen. Die ,1st Class Session‘ ist eben eine Art ,Bolzplatz‘ für Musiker“, so Frenzke.

Als Veranstaltungsorte wählen die Macher der Konzertreihe immer wieder kleinere Clubs. Dort sei die Nähe zum Publikum besonders toll. „Größer werden wollen wir gar nicht“, sagt Frenzke. Das Risiko liege immer beim Veranstalter, denn „wir erfüllen keine Hörgewohnheiten, da wir immer mit ganz unterschiedlichen Künstlern auf der Bühne stehen.“

Jeden Monat gibt es einen Auftritt, im Juli und August pausiert die „1st Class Session“. Das Projekt stemme er nicht alleine, es seien viele Ehrenamtliche mit am Werk, u.a. eine Managerin, eine Werbeagentur, freiwillige Chauffeure und außerdem Sponsoren wie das Autohaus S+K aus Neu Wulmstorf. Die Gage der Künstler sei mehr eine Aufwandsentschädigung. „Motivation ist bei uns nicht das Geld, sondern ein schöner Abend vor einem begeisterten Publikum“, erklärt der studierte Musiklehrer.

Einen Traum hat Peer Frenzke noch: Er möchte einmal neben Stevie Wonder auf der Bühne stehen. „Ein Künstler, den ich schon seit meiner Kindheit bewundere“,
sagt er.

• Mit den Musikern der „1st Class Session“ treten am Samstag, 14. Januar, um 20 Uhr im „Blue Star“ Neu Wulmstorf, Ernst-Moritz-Arndt-Straße 32, die Künstler Teesy und Lucia Sky auf. Karten kosten im Vorverkauf 25 Euro, an der Abendkasse 29 Euro (ermäßigt 12 Euro). Karten sind in Neu Wulmstorf erhältlich bei Warncke‘s Edeka Frischecenter und in Elstorf bei der Gaststätte „Zum Florian“.

Hat die "1st Class Session" ins Leben gerufen: Musiker und Musiklehrer Peer Frenzke
Peer Frenzke bei einem Auftritt im "Blue Star"

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