Landwirt plant in Klecken einen Maststall für 360 Schweine zu bauen

Auf seinen Hof direkt am Ortseingang sollen Schweinestall und Altenteiler entstehen (rote Fläche)
  • Auf seinen Hof direkt am Ortseingang sollen Schweinestall und Altenteiler entstehen (rote Fläche)
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  • hochgeladen von Mitja Schrader

mi. Klecken. Dicke Luft herrscht derzeit in Klecken. Anwohner ärgern sich über die Pläne des ortsansässigen Landwirts Gustav-Adolf Stöver, auf seinem Hof eine Schweinemastanlage für 360 Tiere zu errichten. Jetzt will der Ortsrat das Thema in öffentlicher Sitzung (heutiger Mittwoch, 21. Januar, 20 Uhr, „Die Linde“) diskutieren. Dabei geht es weniger darum, das Vorhaben zu verhindern, sondern vielmehr um einen anderen Standort.
Landwirt Gustav Stöver betreibt derzeit auf seinem Hof am Ortseingang von Klecken Stallungen für ca. 500 Schweine, dazu eine Schweinemastanlage im Außenbereich an der Bendestorfer Straße (Am Walde) für rund 760 Tiere. Jetzt hat er bei der Gemeinde Rosengarten beantragt, direkt am Ortsausgang Klecken Richtung Buchholz eine 30 Meter lange und 17 Meter breite Schweinemastanlage für 360 Tiere zu bauen. Nach der Fertigstellung würde der Landwirt dann mit 860 Tieren im Ort mehr Schweine halten als auf seiner Anlage in der Feldmark.
Baurechtlich scheint das Vorhaben aber kaum zu beanstanden. Hintergrund: Stöver hat direkt neben dem geplanten Stall Richtung Buchholz ein Altenteilerwohnhaus beantragt und genehmigt bekommen. Der neue Stall entsteht damit zwischen dem Altenteilerhaus und dem alten Stall und somit im Innenbereich. Und selbst wenn Gustav Stöver sein Altenteilerhaus nicht baut, wäre das Vorhaben noch als landwirtschaftlicher Bau im Außenbereich gesetzlich privilegiert.
In Klecken versteht man vor allem nicht, warum Stöver den Stall so nah an den Ort bauen muss und nicht einfach auf seinem Land neben oder in die Nähe seiner vorhandenen Mastanlage im Außenbereich und damit weit weg von der Wohnbebauung. Ortsbürgermeister Jürgen Grützmacher (CDU): „Es gibt schon jetzt Beschwerden von Anwohnern, die sich durch den Gestank der vorhandenen Stallungen gestört fühlten. Deswegen sehe ich den gewählten Standort als eine Gefahr für den dörflichen Frieden.“
Bei der Gemeinde Rosengarten verweist man auf die Gesetzeslage. Demnach gebe die Gemeinde lediglich eine Stellungnahme ab. Für die Genehmigung sei der Landkreis zuständig. Wie genau die Stellungnahme aus Rosengarten ausfallen wird, wollte Verwaltungs-Vize Carsten Peters noch nicht sagen. Nur so viel: „Das Gutachten, das Herr Stöver eingereicht hat, besagt, dass alle Grenzwerte eingehalten werden.“ Allerdings, so fügt Peters hinzu, werde die Gemeinde keinerlei Toleranz zeigen, sollten diese später auch nur geringfügig überschritten werden.
Landwirt Gustav-Adolf Stöver wollte nicht mit dem
WOCHENBLATT sprechen, das Vorhaben sei in der frühen Planung, teilte der Bauherr schriftlich mit. Er verwies an die Landberatung Hohe Geest. Im Auftrag seines Klienten erklärt dazu Thomas Horlacher, Landberatung Hohe Geest: „Herr Stöver wählt diesen Standort, weil er die Schweinehaltung aus logistischen und sicherheitstechnischen Überlegungen auf dem Hof zusammenhalten will.“ Dazu kämen wirtschaftliche Aspekte. Horlacher: „Eine so kleine Anlage (360 Schweine) im Außenbereich zu errichten, ist ökonomisch nicht sinnvoll.“

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