Investor stellt Politik Konzept vor / Ausstellung mit Grabungsfunden
Wohnbebauung auf "Josthof"-Gelände in Salzhausen?

Aus der Luft aufgenommen: das Ausgrabungsgelände mit freigelegten historischen Gebäude-teilen auf dem 1.000 Jahre alten "Josthof"-Grundstück in Salzhausen
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  • Aus der Luft aufgenommen: das Ausgrabungsgelände mit freigelegten historischen Gebäude-teilen auf dem 1.000 Jahre alten "Josthof"-Grundstück in Salzhausen
  • Foto: Archäologisches Museum Hamburg
  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

ce. Salzhausen. Vor gut einem Jahr kaufte ein Salzhäuser Geschäftsmann im Ort das Grundstück des 2017 abgebrannten, international bekannten Hotels und Restaurants "Josthof". Seitdem tat sich auf dem Gelände kaum etwas. Doch jetzt werden Zukunftspläne für die etwa 1.000 Jahre alte Stätte geschmiedet - und sie steht im Mittelpunkt einer großen Ausstellung.
"Von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Harburg und dem Landesdenkmalschutz in Lüneburg habe ich die grundsätzliche Freigabe für meine Planungen bekommen. Das war ein wichtiger erster Schritt", erklärt der Geschäftsmann, der namentlich nicht in Erscheinung treten möchte, bis alles "in trockenen Tüchern" sei. Vor wenigen Tagen stellte er sein Konzept den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates vor. Nun geht das Vorhaben in die weitere politische Beratung. "Auf dem 'Josthof'-Terrain soll nach meinen Vorstellungen künftig vorwiegend Wohnbebauung entstehen", verrät der Investor gegenüber dem WOCHENBLATT.
• Unter dem Titel "Wie Phönix aus der Asche" präsentiert das Archäologische Museum Hamburg jetzt in einer Ausstellung im Salzhäuser Haus des Gastes (Schützenstraße 4) anhand von rund 100 historischen Funden Ergebnisse seiner dreijährigen Ausgrabungen auf dem "Josthof"-Areal. Nachdem der Brandschutt 2018 abgeräumt worden war, forschten Museumsmitarbeiter unter der Leitung des Kreisarchäologen Dr. Jochen Brandt im Untergrund des 3.500 Quadratmeter großen Anwesens nach geschichtsträchtigen Spuren. Sie entdeckten, das unterhalb des alten, kurz nach 1800 errichteten "Josthofs" wesentlich ältere Bauphasen konserviert wurden und trotz verschiedener Umbaumaßnahmen erhalten blieben. So konnte eine nahezu lückenlose Besiedlung des Geländes bis ins Mittelalter vor gut 1.000 Jahren dokumentiert werden.
Zur Einführung in die Ausstellung hält Jochen Brandt am Freitag, 15. Oktober, um 18 Uhr in der Salzhäuser Dörpschün (Am Lindenberg 5) einen Vortrag über die Ausgrabungen. Einlass nach den 2G-Regeln ist ab 17.30 Uhr. Ein Impf- oder Genesenennachweis und ein Ausweisdokument sind bereitzuhalten. Zudem ist die Registrierung per Luca-App oder Corona-Warn-App erforderlich. Die von der Gemeinde im Auftrag der kommunalen Dr. Gerhard Denckmann-Stiftung veranstaltete Ausstellung wird am Freitag eröffnet und ist bis 28. November bei freiem Eintritt jeweils samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr im Haus des Gastes (Schützenstraße 4) zu erleben. Ergänzt wird die Schau durch alte, von Dr. Ilse-Dore Schütt zusammengestellte Fotos und Malereien mit Lokalkolorit von Marianne Ehmke. Mehr Infos unter www.haus-des-gastes-salzhausen.de.

Weitere Texte zum Josthof finden Sie hier!
Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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