Salzhäuser Verwaltung soll mit Schützen über Areal-Zukunft verhandeln
"Eiertanz muss ein Ende haben"

Die Gemeinde soll mit der Schützenkompanie Gespräche über den Erwerb einer Teilfläche des Schützenplatzes aufnehmen
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  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

ce. Salzhausen. Die Salzhäuser Gemeindeverwaltung soll mit der örtlichen Schützenkompanie Verhandlungen aufnehmen mit dem Ziel, die zur Verfügung stehende Teilfläche des Schützenplatzes für die Gemeinde zu erwerben. Diese Empfehlung sprach der Planungs- und Hochbauausschuss mit einer 4:3-Stimmen-Mehrheit von UWG, Grünen und SPD in seiner Sitzung am Donnerstagabend aus. Der Ausschuss folgte damit einem Antrag von Gremiumsmitglied Haiko Eberhard (UWG).
Wenn sich aus den Verhandlungen ein Kaufvertrag ergebe - so die weitere Empfehlung -, solle er eine Nachschusspflicht enthalten für den Fall einer späteren Wohnbebauung des Schützenplatzes. Soll heißen: Werden irgendwann Wohneinheiten auf dem Platz errichtet, bekommen die Schützen erneut Geld aus der Gemeindekasse.
Wie das WOCHENBLATT mehrfach berichtete, plant die Schützenkompanie, das Schützenhaus abzureißen und 6.000 Quadratmeter des Grundstücks für Wohnbebauung zu verkaufen. Das Geld benötigt sie auch, um die notwendige, bis zu 100.000 Euro teure Modernisierung des Schießstandes zu finanzieren. Die Gemeinde hat die Planungshoheit über das Terrain. Nicht verkauft werden soll eine 400 Quadratmeter große Teilfläche des Platzes, die die Schützen an den MTV Salzhausen zur Erweiterung des benachbarten Sport-Huus abgeben wollen.
Für eine gemäßigte Wohnbebauung im Sinne der Schützen hatte sich in der Ausschusssitzung die Gruppe FDP/CDU ausgesprochen, jedoch keine Mehrheit gefunden. Christdemokrat Michael Klaproth betonte, bei der angedachten Bebauung des Schützenplatzes würde der Baumbestand erhalten bleiben und die von Anwohnern befürchtete Vervielfachung des Verkehrsaufkommens nicht eintreffen. Haiko Eberhard zeigte sich indes überzeugt, dass die Bewohner des Platzes, der direkt neben der Schießsportanlage der Schützen und dem Sportplatz des MTV liegt, wegen Lärmbelästigung gegen die Vereine klagen könnten.
Schützenoberst Dirk Hornbostel, der die Sitzung als Zuhörer verfolgte, erinnerte daran, dass die Kompanie 2017 der Politik schon einmal Planungen für eine Wohnbebauung vorgestellt hatte, die keine Zustimmung fanden. Auch über einen Erwerb des Grundstücks durch die Gemeinde sei damals verhandelt worden. "Das führte aber zu nichts", so Hornbostel. Diesbezüglich neue Hoffnung schöpft er aus einem "konstruktiven Gespräch", das der Schützenvorstand kürzlich mit Gemeindedirektor Wolfgang Krause geführt habe. "Wenn der darin verfolgte Ansatz vom Rat mitgetragen wird, glaube ich - unter dem Vorbehalt unserer Jahreshauptversammlung -, dass es eine Möglichkeit gibt, sich auf dieser Basis zu verständigen."
Hornbostel appellierte an die Politiker, noch vor der Versammlung der Schützen im März zu einer Entscheidung zu kommen. "Der Eiertanz muss endlich ein Ende haben!"

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