Grünen-Antrag wird auch von SPD und UWG unterstützt
Salzhäuser Grüne wollen Bebauung des "Josthof"-Geländes vorantreiben

Machen sich stark für die Bebauung des "Josthof"-Areals (v. re.): Grünen-Fraktionsvorsitzende Kathrin Jordan, SPD-Chef Burkhard Schaedel und UWG-Spitzenmann Andreas Will
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  • Machen sich stark für die Bebauung des "Josthof"-Areals (v. re.): Grünen-Fraktionsvorsitzende Kathrin Jordan, SPD-Chef Burkhard Schaedel und UWG-Spitzenmann Andreas Will
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ce. Salzhausen. Vor gut fünf Monaten wechselte das Grundstück des 2017 abgebrannten Salzhäuser Hotels und Restaurants "Josthof" den Besitzer. Seitdem herrscht Unklarheit über die Zukunft des Areals. Die Grünen-Fraktion des Gemeinderates will die Sache nun vorantreiben und drängt in einem - von UWG und SPD unterstützten - Antrag darauf, dass ein bereits im vergangenen Jahr vom Verwaltungsausschuss (VA) gefasster Beschluss endlich umgesetzt wird. Der VA hatte seinerzeit die Gemeindeverwaltung beauftragt, den Aufstellungsbeschluss für eine Bebauungsplanung fortzuführen.
"Bisher ist in dieser Sache nichts geschehen", erklärt Grünen-Fraktionsvorsitzende Kathrin Jordan gegenüber dem WOCHENBLATT. Es habe zwar Gespräche zwischen der Gemeinde und dem neuen Investor, einem Salzhäuser Geschäftsmann, über die Zukunft des "Josthof"-Geländes gegeben. Sie hätten jedoch noch zu keinen konkreten Ergebnissen geführt. Die Grünen fordern daher in ihrer Eingabe auch, dass dem Bauausschuss der Gemeinde bis spätestens Anfang April ein Bebauungsplan-Entwurf vorgelegt werde. Dabei solle auch ein in 2020 eingereichter Antrag der Grünen berücksichtigt werden. Hierfür hatte sich die Fraktion ausgiebig über die Denkmalschutzvorgaben informiert und sich unter deren Berücksichtigung unter anderem dafür ausgesprochen, ein Gebäude im Bebauungsplan zuzulassen, dessen Giebel zur Winsener Straße hin liegt und die geforderten Abstände zu den reetgedeckten Nachbarhäusern einhält. Der Neubau müsse keine Fachwerkkonstruktion sein. Die Größe der Dachgauben sollte jedoch "auf ein verträgliches Maß" reduziert werden, was auch der Einbettung ins übrige Gebäude-Ensemble diene und den Hofcharakter des Objektes unterstreiche.
Die Grünen wollen ihren Antrag schnellstmöglich behandelt wissen, weil - so Kathrin Jordan - die seit 2017 für das Terrain geltende Veränderungssperre "nicht unbegrenzt fortgeschrieben" werden könne und man die "gestalterischen Möglichkeiten des Ortskernschutzes nicht aus der Hand geben" dürfe. "Es sollen daher feste Rahmenbedingungen für einen zukünftigen Investor geschaffen werden, die im Einklang mit den bestehenden Denkmalschutz-Regelungen stehen", betont die Grüne.
"Der Rat hat allmählich eine gewisse Erwartungshaltung, dass sich in Sachen 'Josthof' bald etwas tut", ergänzen SPD-Fraktionschef Burkhard Schaedel und UWG-Vorsitzender Andreas Will.
"Ich habe jetzt mit den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates über das weitere Prozedere nicht nur bezüglich des 'Josthofs' gesprochen", erklärte Gemeindedirektor Wolfgang Krause am Montag auf WOCHENBLATT-Nachfrage. "Dabei wurde verabredet, dass der Rat im April darüber diskutieren wird, inwieweit es Sinn ergibt, bei Bauvorhaben in Salzhausen auch künftig Erhaltungs- und Gestaltungssatzungen anzuwenden. Für den 'Josthof' und Umgebung gibt es gleichwohl bereits eine Erhaltungssatzung", so Krause weiter. "Mit Blick speziell auf den 'Josthof' sind wir uns einig, dass - egal, ob bis dahin ein Konzept vom Investor vorliegt - im zweiten Quartal dieses Jahres das Bauleitverfahren fortgeführt werden soll."

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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