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Spielfreude und Perfektion
31. Internationale Steller Musikanten Gala 2026

Die Steller Musikanten an der Fanfare  | Foto: Steller Musikanten
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  • hochgeladen von Heidi Goch-Lange

„Diese musikalischen Gäste waren unser Herzenswunsch.“ Mit diesen Worten eröffnete der Moderator der Steller Musikanten das 31. Galakonzert des Orchesters in der ausverkauften Schulsporthalle in Stelle. Die Einladung, auf der großen Bühne in diesem Jahr dabei zu sein, galt dem Heeresmusikkorps Neubrandenburg.

Und die rund 50 Musiker folgten dieser Einladung sichtbar gern. Mit großer Spielfreude und Perfektion zogen sie das Publikum von Anfang an in ihren Bann. Unter der Leitung von Oberstleutnant Christian Prchal, der auch für sein Orchester durch den Abend führte, zeigten die musikalischen Gäste die wahre Bandbreite ihres Könnens: Von Symphonischer Musik über Melodien des internationalen Showgeschäftes bis hin zu traditionellen Märschen war alles mit dabei. Prchal gelang es sofort den Draht zum Publikum zu finden, gab Einblicke in die Arbeit des Heeresmusikkorps und erzählte darüber wie talentiert seine Musiker im Gesamtorchester aber auch als Solisten sind.

Mit der Ankündigung: „Der folgende Titel enthält ein Duett für Fagott – wir haben nur eines – aber Sie werden ein Duett hören" gelang ihm der Spannungsbogen und das Publikum war von der Leistung des Orchesters begeistert. Im ersten Teil des Konzertes gab das klangstarke Ensemble seine Visitenkarte als Vertreter des Landes Mecklenburg ab und spielte die Hymne des Bundeslandes und den Titel „Gruß an Rostock“. Das Orchester zeigte sich aber ebenso weltoffen und brillierte mit einem Potpourri „In 80 Tagen um die Welt“, in dem jeder Kontinent klanglich vertreten war.

Restlos begeistert war das Publikum, als das Heeresmusikkorps sich in Orchester und eine Dixyland-Formation teilte und sich einen musikalischen Schlagabtausch auf der rund 20 Meter langen Bühne lieferte. Stilecht mit Waschbrett, Banjo und Saxophon.

Im zweiten Teil ging es dann weniger traditionell zu: Mit dem Titel „Bacchus on Blue Ridge“ von Joseph Horovitz zeigten sie wieder eine ganz andere Seite ihres Könnens. Immer wieder waren Solisten zu hören, so auch Markus Durst, der als Gesangssolist im Udo Jürgens Medley viele bekannte Titel des Stars authentisch darbot.

Die Steller Musikanten waren wieder einmal gute Gastgeber, sie bildeten den Rahmen für dieses außergewöhnliche Konzert, in dem mit ihnen und einem Spitzenorchester aus Europa gleich zwei Orchester ein gemeinsames Konzert gestalten - einzigartig und begeisternd zugleich. Dabei zeigen sich selbst erfahrene Orchester beeindruckt: „Das ist ja weit mehr als eine große Gala hier – sie sind alle nicht nur dabei, sondern gehören dazu“, rief Prchal dem Publikum zu.

Beide Orchester engagieren sich für den guten Zweck: Der Erlös des Benefizkonzertes kommt der Förderung der musikalischen Bildung und Weiterentwicklung in der Gemeinde Stelle zugute, bei der Danksagung erhielten Gerd Wengert von der Oberschule und Edith Lömker von der Grundschule einen Teil davon, im Rahmen der Übergabe fand der Bürgermeister der Gemeinde Stelle, Robert Isernhagen dankende Worte über das Engagement aller Mitwirkenden und lobte das aktive Leben in der Gemeinschaft in der Gemeinde, das durch Konzerte wie diese deutlich geprägt werde.

Die Steller Musikanten erinnerten an vergangene Konzerte und überraschten auch dieses Mal mit aktuellen Blasmusiktiteln. Der gemeinsame Auftakt geriet prachtvoll, die Zuschauer wurden mit der Fanfare oft he Common Man und dem Titel Kometenflug begrüßt, so schwungvoll und schillernd fand das Konzert dann auch seine Fortsetzung: Von flotten Märschen wie dem Titel „Feuerfest“ oder dem „Olympiamarsch“ bis hin zur ebenso temporeichen „Amselpolka“ war alles dabei, mit dem Titel „Lummerland“ erinnerten die Steller an Legenden der Kindheit und animierten das Publikum zum Mitsingen. Das ließ sich hierbei nicht lange bitten: Zum Titel „Stelle Ahoi“ sangen und summten alle kräftig mit, und erlebten mit dem Titel „Amazing Grace“ einen Gänsehautmoment. Hier mit dabei Trommler Wolfgang von Borstel und Dudelsackspieler Paul Grothe, die in traditionellen schottischen Trachten das Publikum einmal mehr beeindruckten.

Mit dem Titel „Unter dem Doppeladler“ zeigten beide Orchester gemeinsam welch prachtvollen Klangkörper sie gemeinsam bilden können. Mit dem ebenfalls gemeinsam gespielten Titel „Auld Lang Syne („Nehmt Abschied Brüder…“) wurde es dann wehmütig im Saal. Es galt nach einem großartigen Konzert voneinander Abschied zu nehmen. Doch man war sich einig: „Wir sehen uns bald wieder! Vielleicht ja schon bei dem Picknickkonzert auf Hof Freschenhausen am 20. Juni 2026.“

Redakteur:

Heidi Goch-Lange aus Buchholz

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