Logistik in Stelle
Aldi-Zentrallager: Weichen für den Ausbau sind gestellt
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Das Aldi-Zentrallager in Stelle wird erweitert. In seiner jüngsten Sitzung hat der Ausschuss für Ortsentwicklung und Wirtschaftsförderung im Steller Rathaus die rechtlichen Weichen für das Großprojekt gestellt. Das bedeutet für Stelle: Wirtschaftliche Standortsicherung auf der einen Seite, aber auch eine spürbare Zunahme des Lkw-Verkehrs. Der Ausschuss hat den Entwurf der Bauplanänderung mitsamt der Begründung nun offiziell gebilligt.
Die ALDI Immobilienverwaltung hatte den Antrag gestellt, den bestehenden Logistikstandort funktional weiterzuentwickeln. Geplant ist ein Ausbau der Kühl- und Tiefkühllagerkapazitäten um insgesamt rund 1.700 Quadratmeter. Hinzu kommen zwei neue, moderne Verladetorhäuser an einer neuen Tiefkühlschleuse sowie zusätzliche Kältetechnik-Außengeräte. Um das Vorhaben zu realisieren, wird die eigentliche Gebäudegrundfläche um circa 1.800 Quadratmeter wachsen, während die Hofflächen für den Rangier- und Stellplatzbetrieb um satte 1.400 Quadratmeter vergrößert werden.
Mit dieser Investition will der Lebensmittelriese die langfristige wirtschaftliche Nutzung und die Arbeitsplätze am strategisch wichtigen Standort in Stelle sichern. Auch die Gemeindeverwaltung sieht das Projekt positiv: Die Planung stärke den Gewerbestandort und trage zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung unserer Gemeinde bei. Ein wichtiger Punkt für die Haushaltskasse: Der Gemeinde entstehen durch das Verfahren keine Kosten, da Aldi sämtliche Planungs- und Gutachterkosten vertraglich zugesichert selbst übernimmt.
Die Kehrseite der Medaille: Was rollt auf uns zu?
Wo mehr gelagert wird, wird auch mehr transportiert – und das betrifft jeden, der in Stelle wohnt oder die regionalen Achsen nutzt. Eine aktuelle Verkehrsuntersuchung zeigt klare Zahlen für die Zukunft auf. Je nachdem, wie viele Aldi-Filialen künftig von Stelle aus angeliefert werden, prognostizieren die Experten im sogenannten „Worst-Case-Szenario“ eine Zunahme von bis zu 432 zusätzlichen Fahrzeugbewegungen innerhalb von 24 Stunden.
Durchfahrende Verkehrsteilnehmer und Pendler müssen sich also auf den Hauptrouten zur Autobahn auf deutlich mehr Schwerlastverkehr einstellen. Schon heute fließt ein Großteil des Lkw-Verkehrs über die Straße „Uhlenhorst“. Zwar stagniert der allgemeine Autoverkehr auf der Kreisstraße 86 laut Zählungen fast, doch der reine Schwerverkehr ist dort in den letzten Jahren bereits um 170 Lkw pro Tag angestiegen. Mit der Aldi-Erweiterung wird der Druck auf den ohnehin belasteten Knotenpunkt K 86 / K 10 / Anschlussstelle Maschen weiter zunehmen. Damit der Verkehr hier in den Spitzenstunden nicht völlig kollabiert, ist bereits eine Optimierung der Ampelschaltungen und eine bauliche Erweiterung um einen dritten Fahrstreifen im Gespräch.
Redakteur:Jan Filter aus Winsen |
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