Gerichtsverhandlung nach dem Massen-Drogenrausch beginnt

Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Fall von "schwerer Kindesmisshandlung"
Sechsfachmord von Stade: Gutachten bestätigt Schütteltrauma bei Baby

Es gibt neue Erkenntnisse zur Vorgeschichte der Stader Bluttat vom 29. Juni mit sechs Toten: Bereits im April vermuteten Ärzte eine schwere Misshandlung der kleinen Tochter des mutmaßlichen Täters Fatih G. Die Eltern bestritten die Vorwürfe. Jetzt erhärtet ein medizinisches Gutachten den damaligen Verdacht. Auch die Rolle der mutmaßlichen Fluchtwagenfahrerin wirft weiterhin Fragen auf. Es war offenbar der Ausgangspunkt einer verhängnisvollen Entwicklung, die in einer unfassbaren Gewalttat...

Blaulicht

Zeugen gesucht
Einbrecher in Seevetal hebeln Terrassentür auf

Unbekannte Täter sind am Dienstag, 13. Oktober, in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Bürgermeister-Heitmann-Straße in Seevetal eingebrochen. Die Tat ereignete sich zwischen 13 und 20 Uhr. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gelangten der oder die Täter vermutlich über den von einer hohen Hecke umgebenen Garten auf die Terrasse der Wohnung. Dort hebelten sie mit einem unbekannten Werkzeug die Terrassentür auf und verschafften sich so Zutritt. Anschließend durchsuchten sie die...

Blaulicht
Eine verletzte Person wird zur medizinischen Versorgung gebracht | Foto: DLRG
8 Bilder

Von der Autobergung bis zur Personensuche
Großeinsatz im Alten Land: 115 Retter proben den Katastrophenfall

Vermisste Menschen auf der Elbinsel Lühesand, versunkene Container nach einem Starkregen, eine Evakuierung über die Lühe und ein schwerer Unfall an einem Baggersee: Was nach einer ganzen Serie dramatischer Ereignisse klingt, war glücklicherweise nur eine Übung. Bei der groß angelegten Katastrophenschutzübung stellten 115 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus dem Landkreis Stade ihr Können an verschiedenen Schauplätzen im Alten Land unter Beweis. Beteiligt waren der DLRG-Wasserrettungszug aus dem...

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Feuerwehr-Nachwuchs in Oldendorf-Himmelpforten
29 Einsatzkräfte bestehen QS1-Prüfung

Erfolgreicher Abschluss der Feuerwehr-Grundausbildung: 29 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner aus der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten haben den Kompetenznachweis der Qualifikationsstufe Einsatzfähigkeit (QS1) bestanden. Damit haben sie einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur voll ausgebildeten Feuerwehreinsatzkraft geschafft. Große Freude bei den Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten: Nach einer mehrwöchigen Ausbildung und einem abschließenden Prüfungstag haben...

Blaulicht

Schwerer Verkehrsunfall
Transporter prallt bei Tönnhausen gegen Baum – Fahrer verletzt

Auf der Kreisstraße 2 bei Tönnhausen hat sich am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Am Ortsausgang in Richtung Hunden streifte der Fahrer eines Mercedes-Benz Sprinters aus bislang ungeklärter Ursache einen Baum. Anschließend kam der Transporter am Fahrbahnrand zum Stehen. Da zunächst vermutet wurde, dass der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt sei, wurden neben dem Rettungsdienst die Feuerwehr Tönnhausen sowie das Hilfeleistungslöschfahrzeug und der Rüstwagen der...

Blaulicht
Der Rettungskräfte ließ die eingeschlossenen Personen aus dem Fahrstuhl | Foto: Feuerwehr Buchholz
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Buchholz
Aufwändige Rettung aus Aufzug am Bahnhof Buchholz

Am frühen Donnerstagabend, 15. Oktober,  wurden zuerst die Werkfeuerwehr der Deutschen Bahn und darauffolgend auch die Feuerwehr Buchholz und der Rettungsdienst zum Bahnhof in Buchholz alarmiert. In einem der Aufzüge die Reisende zu den Bahnsteigen befördern sollen, kam es zu einem technischen Defekt. Der Aufzug steckte mit sieben Personen zwischen den Etagen fest und ließ sich durch die Feuerwehr nicht mehr bewegen. Auch ein hinzugerufener Techniker konnte den Aufzug nicht in eine korrekte...

Blaulicht

Schläge mit Schlagstöcken und Holzlatten
Neue Erkenntnisse zur Massenschlägerei in Stade

(pau/jd). Blutüberströmte Männer hinter einer Sporthalle, brutale Schläger und ein Großeinsatz der Polizei: An der Berufsbildenden Schule III geriet am vergangenen Wochenende ein Streit beim Freizeitfußball völlig außer Kontrolle. Am Ende gab es mindestens sechs Verletzte, vier von ihnen mussten ins Krankenhaus. Und Stade steht erneut vor der Frage: Warum eskalieren Konflikte in der Hansestadt immer wieder derart heftig? Kurz vor 22 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein. Zeugen...

Blaulicht
Der Wagen des 50-jährigen Buxtehuders überschlug sich | Foto: Polizeiinspektion Stade
5 Bilder

Sekundenschlaf am Steuer
Auto überschlägt sich in Sauensiek, Fahrer schwer verletzt

Sekundenschlaf mit schweren Folgen: Ein 50-jähriger Autofahrer aus Buxtehude ist am Mittwochnachmittag in Sauensiek gegen eine Ampelanlage geprallt und hat sich mit seinem Nissan überschlagen. Der Wagen blieb auf der Fahrerseite liegen. Der schwer verletzte Mann konnte sich nicht selbst befreien. Gegen 16.15 Uhr war der Buxtehuder mit seinem Nissan Qashqai auf der Hauptstraße aus Richtung Beckdorf unterwegs. Nach Angaben der Polizei schlief er offenbar für einen kurzen Moment am Steuer ein und...

Blaulicht
Der Landkreis hatte am 1. Oktober zunächst einen Blitzer-Anhänger in Höhe des Friedhofs in Richtung Heidekreis aufgestellt | Foto: bim
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Welle
Nach tödlichem Unfall auf B3 - Behörden planen erste Verkehrssicherheitsmaßnahmen

Nach dem tödlichen Unfall am 18. September an der B3 in Welle gab es am Freitag, 9. Oktober 2026, einen Ortstermin mit Vertretern der Verkehrsbehörde des Landkreises Harburg, des Straßenbaulastträgers (Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Lüneburg) und der Polizei. "Wir haben uns ein umfassendes Bild der Lage vor Ort verschafft und insbesondere auch die Forderungen der Gemeinde Welle sowie der Anwohnerinnen und Anwohner berücksichtigt", teilt der Landkreis mit.  Dabei wurden sofortige und...

Blaulicht

Streit in Stade-Bützfleth eskaliert
Polizeihund beißt 40-Jährigen

Schon wieder ist ein Streit in Stade eskaliert: Nachdem es erst am vergangenen Freitagabend eine große Schlägerei mit 50 Beteiligten und mehreren Verletzten gegeben hat, ist es am Dienstagnachmittag zwischen zwei Familien in Stade-Bützfleth zu einem Streit gekommen. Die Polizei rückte mit sechs Streifenwagen zu einer Auseinandersetzung aus, an der zunächst rund 15 Menschen beteiligt waren. Als ein 40-Jähriger trotz mehrfacher Warnungen versuchte, an den Beamten vorbeizukommen, wurde ein...

bim. Stade. Nach dem Massenrausch von Heilpraktikern, Ärzten und Homöopathen in Handeloh (Landkreis Harburg) muss sich am morgigen Donnerstag, 2. November, um 9.15 Uhr vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Stade nach über zwei Jahren der 52-jährige Seminarleiter wegen des "Besitzes und Überlassens von Betäubungsmitteln zum unmittelbaren Verbrauch" verantworten. Die Kammer hat zunächst drei Verhandlungstage - am 2. und 22. November und 6. Dezember - jeweils um 9.15 Uhr anberaumt.
Im Zeugenstand muss dann auch Stefka Weiland, Geschäftsführerin des Tagungshauses "Tanzheimat Inzmühlen", aussagen. Sie hatte die 27 u.a. an Krampfanfällen, Atemnot und Halluzinationen leidenden Seminarteilnehmer entdeckt, die Rettungskräfte alarmiert und ihnen so womöglich das Leben gerettet. Und das war großes Glück, denn die Tanztherapeutin war eigentlich auf dem Weg nach Bremen, um dort ein Seminar zu geben, und war kurz nochmal ins Büro in der "Tanzheimat" in Handeloh-Inzmühlen zurückgekehrt.
Dieses "Unglück", wie sie es nennt, habe sie verdrängt. Sie habe noch lange danach Albträume von dem Anblick der schreienden und sich vor Schmerzen auf dem Boden krümmenden Menschen gehabt. Zudem sei das Tagungszentrum von dem Großeinsatz mit mehr als 160 Rettern, u.a. der Schwingboden im Bewegungsraum der früheren Rauchkate und das Gelände durch das Befahren mit schweren Fahrzeugen, in Mitleidenschaft gezogen worden, berichtet Stefka Weiland.
Trotz allem hätten sich der Seminarleiter und seine Frau bis heute mit keinem Wort persönlich bei ihr für den Vorfall entschuldigt, sagt sie auf WOCHENBLATT-Nachfrage. "Sie haben nur einmal nach dem Unglück über ihren Anwalt mitteilen lassen, dass sie die Kosten für die Sachschäden begleichen werden und auch über ihren Anwalt ihr Bedauern ausgedrückt", sagt Stefka Weiland.
Auch von den Seminarteilnehmern habe sie nichts mehr gehört. "Unmittelbar nach dem unglücklichen Vorfall haben sich drei Teilnehmer bei mir bedankt, dass ich ihnen das Leben gerettet habe, als sie aus dem Krankenhaus kamen und ihre Sachen abholten", berichtet die Geschäftsführerin des Tagungszentrums.
Bis auf den seelischen und die teilweise materiellen Schaden verfolgt sie der Massenrausch auch in anderer Hinsicht bis heute. "Wenn man uns über das Internet sucht, werden wir immer damit in Verbindung gebracht. Ich wurde sogar in Brasilien, wo ich oft mit Therapeuten und Psychologen im Tanz zusammenarbeite, darauf angesprochen. Durch die bundesweite und teilweise falsche Berichterstattung, in der unterschiedliche Dinge über die 'Tanzheimat' vermischt wurden, hat man uns einen Stempel aufgedrückt", sagt sie. Sie arbeite mit Menschen, die Spaß am Tanzen haben, und vermiete das Tagungszentrum an Gruppen für Seminare und müsse nun dauernd klarstellen, dass sie und ihre Kolleginnen nichts mit Drogen zu tun haben. 
Morgen nun wird Stefka Weiland dem Seminarleiter des Massenrauschs im Gericht als Zeugin gegenübertreten. Wenn demnächst ein Urteil gefällt wird, hofft sie, mit dem Thema endlich abschließen zu können.

Redakteur:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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