Projektbeirat Alpha-E fordert
Verbesserungen auf der Schiene durch schnellen Bestandsausbau
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Auch nach der Entscheidung des Bundestags für den milliardenteuren Neubau einer Bahntrasse zwischen Hamburg und Hannover fordert der Projektbeirat Alpha-E - wie seit dem vom Dialogforum Schiene Nord 2015 mehrheitlich beschlossen - den zügigen Ausbau der bestehenden Bahnstrecken ein. Bis auf das dringend benötigte dritte Gleis zwischen Lüneburg und Uelzen seien alle Einzelmaßnahmen des Alpha-E-Konzepts fester Bestandteil des Projektbündels 3 im Bundesverkehrswegeplan. Für den Projektbeirat steht fest: Der Schienenausbau muss schnell vorangetrieben werden – jedoch unter der Berücksichtigung der Bedingungen der Region.
Der Beirat fordert dabei insbesondere einen übergesetzlichen Lärmschutz und weitere Schutzmaßnahmen. Das klare Ziel: Trotz eines prognostizierten Anstiegs des Zugverkehrs müssten die Anwohnerinnen und Anwohner am Ende spürbar weniger durch Lärm belastet werden als heute. Die schnelle Umsetzung der Alpha-E-Maßnahmen auf den Strecken Rotenburg - Verden und auf der Amerikalinie werde auch in dem jüngst gefassten Bundestagsbeschluss gefordert. "Der Projektbeirat wird hier seine Aufgabe aus dem Dialogforum Schiene Nord im Sinne der Anrainer und der notwendigen Kapazitätssteigerungen weiterhin erfüllen", so ein Sprecher des Projektbeirats.
Neubaustrecke in weiter Ferne – Bestandsstrecke
braucht sofortige Verbesserungen
Für die Strecke Hamburg–Hannover hat der Deutsche Bundestag zwar die Fortsetzung der Planungen für eine Neubaustrecke beschlossen und finanzielle Mittel für die Leistungsphasen 3 und 4 (Entwurfs- und Genehmigungsplanung) bereitgestellt. Allerdings gäbe es für die darauffolgenden Leistungsphasen sowie einen potenziellen späteren Bau bislang keinerlei Finanzierungszusagen. Da mit einer Fertigstellung dieser Neubaustrecke laut den Unterlagen des Bundestages frühestens in 25 Jahren zu rechnen ist, der akute Engpass auf der Schiene aber schon heute existiert, seien schnelle Verbesserungen auf der Bestandsstrecke Hamburg – Hannover dringend erforderlich – völlig unabhängig davon, ob eine Neubaustrecke jemals realisiert werde.
Politischer Erfolg sichert kurz- und mittelfristige Maßnahmen
Dass der Bestandsausbau nicht abgehängt werde, sei auch ein Erfolg des politischen Engagements aus der Region. Der Projektbeirat sei dabei umfangreich beratend tätig gewesen. Durch den starken Einsatz der drei Bundestagsabgeordneten aus dem Landkreis Harburg und dem Heidekreis sei es gelungen, zahlreiche kurz- und mittelfristige Verbesserungen für die Bestandsstrecke Hamburg–Hannover in den Bundestagsbeschluss integrieren zu lassen. Um das Kapazitätsproblem in der Region jedoch ganzheitlich und nachhaltig zu lösen, fehle nach wie vor das dritte Gleis zwischen Lüneburg und Uelzen.
Konstruktive Begleitung für Pendler und Wirtschaft
Der Projektbeirat Alpha-E steht nach eigenen Angaben für einen sinnvollen, regionalverträglichen Schienenausbau. Er werde die Umsetzung der im Bundestagsbeschluss verankerten Ausbaumaßnahmen in Zukunft konstruktiv und wachsam begleiten. "Nur durch den sofortigen Fokus auf die Bestandsstrecken lassen sich schon kurz- und mittelfristig spürbare Verbesserungen für den Pendlerverkehr, den umweltfreundlichen Gütertransport sowie den Fernverkehr erreichen", so der Projektbeirats-Sprecher.
Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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