Windmühle Kampen
Bald wird hier geheiratet

Vor der Windmühle mit dem Toilettenbereich (v. li.): Elke Münster, Hans-Jürgen Meyer, Fred-Kennet Wengert, Gerhard Strom, Wilfried Weseloh und Peter Holste
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bim. Kampen. Die Umbauarbeiten in der Windmühle in Kampen, die künftig auch für Hochzeiten genutzt werden soll, laufen weiter auf Hochtouren. "Die Trinkwasserleitung ist drin, der Kanalanschluss ist da", sagt Vorsitzender Fred-Kennet Wengert. Dort, wo sich künftig Brautpaare das Jawort geben, wurde eine Dämmung eingebracht und die Bodenhöhe angeglichen. Es gibt eine rollstuhlgerechte Rampe und ein Geländer.
Ein Jahr länger als gedacht laufen die Bauarbeiten. "Wir sind ja nur ein Rentnertrupp", sagt Fred-Kennet Wengert zu den bis zu fünf fleißigen Mühlenvereinsmitgliedern, die unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit in das Bauvorhaben investiert haben und noch investieren werden. "Jeder macht das, was er kann", so Wengert.
Bei Gerhard Strom ist der Name Programm, denn er hat sich um die Elektroarbeiten gekümmert. Mit den Estricharbeiten wurde eine Firma beauftragt.
Für den Toilettenbereich mit Damen-, Herren- und Behinderten-WC wurde eine Außenwand abgerissen und neu aufgebaut. Damit sich die neue Wand an das Mauerwerk des Galerieholländers von 1866 anfügt, wird sie mit Restaurationsklinker, der von einem Klinkerwerk in Drochtersen hergestellt wird, verblendet.
"Jetzt suchen wir noch tatkräftige Unterstützung für die Fliesen-, Maler- und Verblendarbeiten." Wer helfen kann, meldet sich bei Fred-Kennet Wengert unter Tel. 04188-7531 oder bei Hans-Jürgen Meyer vom Bauausschuss unter Tel. 04182-8343.
Rund 60.000 Euro kostet die Baumaßnahme. Die Maßnahme wird u.a. aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden der Mühlenbesucher finanziert. Unterstützung gab es u.a. von den den Gemeinden Welle (10.000 Euro), Otter (2.500 Euro) und Wistedt (200 Euro) sowie von heimischen Unternehmen wie Weidling & Weidling. Arbeiten für zirka 10.000 Euro erbringen die Mitglieder in Eigenleistung.
Fred-Kennet Wengert ist zuversichtlich, dass die Arbeiten in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Die erste standesamtliche Trauung sei bereits für Anfang August terminiert.

Mühle öffnet Pfingstmontag

Die Windmühle Kampen ist Pfingstmontag, 10. Juni, von 11 bis 17 Uhr anlässlich des Deutschen Mühlentages geöffnet. Interessierte können sich dann vom Fortgang der Arbeiten überzeugen und das historische Bauwerk kennenlernen.
Zum Verein: Um den Verfall der 1986 außer Betrieb genommenen Mühle zu stoppen und sie wieder herzurichten, wurde 2001 der Windmühlenverein gegründet. Im selben Jahr wurde mit Mühlenbesitzer Helmut Blanck ein Vertrag geschlossen, der den Verein bis 2041 als Verwalter legitmiert. Seit 2003 nahm der Windmühlenverein etliche Reparaturen vor, die aus Vereinsmitteln und dank zahlreicher Spenden realisiert wurden. Der Verein investierte in die Mühle seither mehr als 80.000 Euro in Material und Fachfirmen. Außerdem leisteten die Mitglieder Tausende Arbeitsstunden. Ist eine Maßnahme abgeschlossen, steht die nächste an. "Wir können den Mühlenkopf nicht mehr drehen, weil der Stert aufgerissen ist", sagt Vorsitzender Wengert. Der Stert muss demnächst für rund 25.000 Euro erneuert werden. Daher sind Spenden stets willkommen. • www.windmuehle-kampen.de.

Vor der Windmühle mit dem Toilettenbereich (v. li.): Elke Münster, Hans-Jürgen Meyer, Fred-Kennet Wengert, Gerhard Strom, Wilfried Weseloh und Peter Holste
Dort werden künftig Brautpaare und Standesbeamte Platz finden. Es gibt eine rollstuhlgerechte Rampe und ein Geländer
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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