Ein "Pfundskerl" ist verstorben

Rudolf Schippmann

bim. Heidenau. Heidenau hat einen verdienten Bürger verloren: Rudolf Schippmann, der sich jahrzehntelang in der Feuerwehr engagierte und für seine Mitmenschen stets ein offenes Ohr hatte, ist im Alter von 80 Jahren verstorben.
"Er war immer gerne unter Leuten, ging stets auf andere zu und kam mit jedem gut klar", sagt Rudolf Schippmanns Witwe Magda.
Rudolf Schippmann liebte die Landwirtschaft und die Natur. Neben der Landwirtschaft arbeitete er Anfang der 60er Jahre noch für den Bundesgrenzschutz in Heidenau und danach zwei Jahre lang als Baggerfahrer im Straßenbau, bis er 1964 den Hof der Eltern übernahm. Bei Wind und Wetter fuhr Rudolf Schippmann damals noch mit dem Milchwagen nach Tostedt. Im Hofladen pflegte er die Kundenkontakte.
Seit 1951 war Rudolf Schippmann Mitglied in der Feuerwehr Heidenau, zuletzt als Hauptlöschmeister. Dort kannte man ihn als pflichtbewussten, freundlichen und immer hilfsbereiten Kameraden, der sich über den Dienst hinaus an vielen Aktivitäten der Wehr beteiligte.
"Im Schützenverein hat er alle Titel erreicht, was man erreichen kann", berichten Magda und Sohn Hans-Jürgen Schippmann. Rudolf Schippmann gehörte dem Schützenverein 62 Jahre an, war 1975/76 Vizekönig und 2006/07 König der Könige. Er war nicht nur Oberleutnant und Ehrenmitglied, sondern ist seit 1985/86 auch der einzige Sonntagskönig des Vereins, weil er an einem Sonntag versehentlich so scharf auf den Vogel schoss, dass dieser einen Tag zu früh fiel.
Im Schützenverein spricht man von Rudolf Schippmann als "Pfundskerl". Wilhelm Erhorn senior war über 50 Jahre mit ihm befreundet. "Wir hatten alles gemeinsam - die Landwirtschaft, die Feuerwehr, den Schützenverein und den Spielmannszug. Rudolf Schippmann war ein geselliger Mensch. Wir hatten immer viel Spaß", so Erhorn.
Schippmann war jahrzehntelang als Trommler im Spielmannszug aktiv. Und er war auch zehn Jahre lang erfolgreiches Mitglied des örtlichen Brieftaubenzuchtvereins, den er zeitweise als Vorsitzender leitete.
Rudolf Schippmann hinterlässt seine Frau, drei Kinder, sieben Enkel und zwei Urenkel.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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