Freibadsanierung in Tostedt - Was wollen die Bürger?

Tim Köhler (li.). übergab die Zustandserfassung und Umbauempfehlung an Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Bostelmann (re.), der diese wiederum dem Samtgemeindeamtsrat Michael Burmester aushändigte
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  • Tim Köhler (li.). übergab die Zustandserfassung und Umbauempfehlung an Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Bostelmann (re.), der diese wiederum dem Samtgemeindeamtsrat Michael Burmester aushändigte
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bim. Tostedt. Was soll bei der Sanierung des Tostedter Freibades berücksichtigt werden? Darum ging es am Samstag bei einer Informationsveranstaltung der Samtgemeinde mit Tim Köhler vom Planungsbüro "Aquatekten", der sich seit Jahren mit dem Thema auseinandersetzt. Er stellte die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen und mögliche Sanierungsvarianten vor.
Enttäuschend war die Resonanz: Nur rund 50 Interessierte, darunter Ratsmitglieder, Schwimmmeister sowie Mitglieder der DLRG und des Freibadfördervereins, waren dabei.
Der Samtgemeinderat hatte sich bereits im Juni 2012 dafür ausgesprochen, das Freibad zu erhalten. Zuletzt war die Verwaltung beauftragt worden, zusammen mit Tim Köhler ein Reparaturkonzept zu entwickeln. Doch mit der Reparatur ist es langfristig nicht getan.
"Das Bad ist so marode, dass es nicht mehr lange hält", so Tim Köhler. Größtes Problem ist die Torflinse unter dem Becken, die dazu führt, dass sich das Becken nach Ablassen des Wassers hebt. Auch eine Teilsanierung des Beckens sei aufgrund des schlechten Betons nicht möglich. Wird das Becken erneuert, müsse auch die Technik auf den neuesten Stand gebracht werden. Neben den Baukosten müssten die Unterhaltungskosten im Auge behalten werden. "Wir landen hier auf alle Fälle bei einer Art Neubau", so Köhler. Er riet, in Ruhe zu planen, die Finanzierung auf solide Beine zu stellen und das Sanierungskonzept dann Stück für Stück umzusetzen.
Was schon jetzt feststeht: Statt der jetzigen 33 Meter langen Bahn soll es eine 25-Meter-Bahn geben. Schwimmer und Nichtschwimmerbecken sollen getrennt werden. Statt eines Drei-Meter-Sprungturmes soll es andere Attraktionen geben.
Wie das Freibad saniert wird, muss nun die Politik entscheiden, wenn die Ergebnisse der Infoveranstaltung und ein Kostenvoranschlag vorliegen. Um das Thema geht es voraussichtlich in der Fachausschuss-Sitzung im Juli. Je nachdem, wohin der Weg geht, könnten entsprechende Mittel im Haushalt 2015/16 bereitgestellt werden, der Ende des Jahres verabschiedet wird. Mit den ersten Maßnahmen könnte dann im kommenden Jahr begonnen werden.
In diesem Jahr werden zunächst die sechs Startblöcke erneuert und einige Mängel beseitigt. Denkbar ist auch, das Kinderbecken Richtung Straße zu versetzen.
Erfreulich: Der Förderverein hat am Samstag 30 neue Mitglieder gewonnen, sodass der Verein nun 85 Mitglieder zählt. Der Kaffee- und Kuchenverkauf und die Spendendosen brachten 195 Euro ein.
• Infos zum Förderverein unter www.freibad-tostedt.de

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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