Verein "Solidarische Landwirtschaft": Gemüsegemeinschaft startet in die neue Saison / Plätze frei
Garantierte Regionalität

Bei der Kohlrabi-Ernte können die Mitglieder auf dem Acker selbst anpacken
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  • Bei der Kohlrabi-Ernte können die Mitglieder auf dem Acker selbst anpacken
  • hochgeladen von Oliver Sander

os. Wistedt. Ernteanteile erwerben, gemeinsam anbauen, gemeinsam ernten, gemeinsam profitieren: So lässt sich das Prinzip der "Solidarischen Landwirtschaft" (Solawi) zusammenfassen. In dieser Woche hat die Saison beim Verein "Solawi Superschmelz" begonnen, von der nach der Vergrößerung in diesem Jahr in den Landkreisen Harburg und Stade sowie in Hamburg-Wilhelmsburg rund 800 Mitglieder profitieren. "Superschmelz" ist übrigens der Name eines großen Kohlrabis, der von Solawi angebaut wird und der sich bei den Mitgliedern großer Beliebtheit erfreut.
Anna Michalski ist im zweiten Jahr bei Solawi dabei. "Nach meinem Umzug aus Berlin war ich auf der Suche nach bezahlbarem, regionalem Gemüse", berichtet sie. Beim Verein wurde sie fündig. "Hier kann man dem Gemüse beim Wachsen zusehen", sagt Anna Michalski. Als weiteren Vorteil neben der garantierten Regionalität empfindet sie, dass das Gemüse grundsätzlich unverpackt ausgeliefert wird. Zudem finde es ihre Tochter Karla (eineinhalb Jahre) spannend, mit auf den Acker oder in die Folientunnel des Vereins zu gehen.
Und so funktioniert das System: Die aus den Mitgliedsbeiträgen angestellten Gärtnerinnen und Gärtner bewirtschaften auf dem Biohof Quellen in Wistedt (Landkreis Harburg) einen 4,5 Hektar großen Acker sowie zwei Gewächshäuser. Rund 60 verschiedene Gemüsesorten werden angebaut - von Asiasalat über Brokkoli, Gelbe Bete, Kräuter (z.B. Blutampfer, Koriander, Thymian) und Mangold bis zu Rosenkohl, Tomaten, Weißkohl, Zucchini und Zwiebeln. Das frisch geerntete Gemüse wird einmal pro Woche an zwölf Verteilstellen in der gesamten Region transportiert, wo es die Mitglieder abholen können. Auf Zetteln ist genau verzeichnet, wie hoch der Anteil von jedem an den verschiedenen Gemüsesorten liegt. Die Kosten bei Solawi liegen bei 43 Euro pro Person bzw. 107 Euro pro Monat bei einer vierköpfigen Familie. Wichtig sei das Solidaritätsprinzip, verdeutlicht Anna Michalski: "Wer mehr bezahlen kann, trägt andere mit, die weniger leisten können."
Mit der ersten Auslieferung der neuen Saison aus den Gewächshäusern rechnet Anna Michalski für Mitte April. "Wir verteilen alles, was essbar ist, egal ob es groß, klein oder krumm ist", betont sie. Das Wetter bestimmt dabei mit, wie hoch der Ertrag der Mitglieder ist. Natürlich bestehe das Risiko, dass bei einem heißen Sommer wie 2018 nur wenig Gemüse verteilt werden kann, erklärt Anna Michalski.
• Weitere Interessenten an Solawi sind gerne gesehen. Informationen zum Verein und dessen Aktivitäten wie gemeinsame Aktionstage finden Sie unter www.solawi-superschmelz.de.

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