Gastfamilien für Tschernobylkinder gesucht

Bei ihrem einwöchigen Aufenthalt in Büsum - wie hier bei einem früheren Besuch einer Gruppe - "tanken" die Tschernobylkinder jodhaltige Luft
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(bim). Frische Luft atmen und sich erholen - das ist für die Kinder aus den verstrahlten Gebieten auch mehr als 30 Jahre nach dem Reaktorunfall im Atomkraftwerk Tschernobyl, der damals die Menschen in aller Welt erschütterte, nicht selbstverständlich. Bei Kindern wurde ein starker Anstieg von Schilddrüsenkrebs festgestellt. In der Zeit vom 30. Mai bis zum 26. Juni kommen wieder Kinder aus Weißrussland (Tschernobyl) in den Kirchenkreis, um sich vier Wochen lang zu erholen. Für sechs Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren werden dringend noch Gastfamilien gesucht, vornehmlich aus Buchholz, Hittfeld, Hollenstedt, Jesteburg und Tostedt gesucht.
"Die Kinder kommen immer zu zweit in eine Familie", berichtet Gastmutter Anne Leopold. "Am Leichtesten ist es für jung gebliebene Rentner, die in der Regel noch am meisten Zeit haben. Wir freuen uns auch sehr über junge Familien, die bereit sind, Kinder aufzunehmen", erläutert sie. Vom 15. bis 22. Juni fahren die Kinder nach Büsum, dann haben die Gasteltern eine Woche frei. "Zur Entlastung der Gasteltern bieten wir viele Aktionen an, an denen man teilnehmen kann, wenn man Zeit und Lust hat. Bitte geben Sie Ihrem Herzen einen Stoß", wünscht sich Anne Leopold.
Wer Interesse hat, Kinder aus Weißrussland bei sich aufzunehmen, meldet sich bei Pastor Jürgen Stahlhut aus Buchholz unter Tel. 04181-6503 oder mobil: 0160-8340987.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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