Otter
Pfeifenclub tauft Melkbank zu Ehren von Helmut Hilmer

Pfeifenclub-Vorsitzender Florian Klug (hinten, 2. v. li.) und Vorstandsmitglied Bernd Gätjens mit der Familie von Helmut Hilmer (v. li.): Christa Hilmer, Tochter Meike Beirau, Urenkeltochter Charlotte Beirau, ihre Mutter Natascha Beirau und  Enkeltochter Eileen Beirau | Foto: bim
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  • Pfeifenclub-Vorsitzender Florian Klug (hinten, 2. v. li.) und Vorstandsmitglied Bernd Gätjens mit der Familie von Helmut Hilmer (v. li.): Christa Hilmer, Tochter Meike Beirau, Urenkeltochter Charlotte Beirau, ihre Mutter Natascha Beirau und Enkeltochter Eileen Beirau
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Sie steht dort, wo bis zum Jahr 1972 die Milch der Landwirte aus Otter gesammelt wurde - an der Hauptstraße gegenüber der Einmündung zur Kampener Straße - die Melkbank des Pfeifenclubs Otter. Gefertigt wurde sie vor zehn Jahren vom Pfeifenclub-Mitglied Helmut Hilmer, die darauf befindliche und mit dem Club-Wappen beschlagene Milchkanne hatte Jürgen Albers beigesteuert. Die beiden Pfeifenclub-Ehrenmitglieder waren im vergangenen Jahr verstorben. Jetzt taufte der Club die Melkbank im Beisein der Familie auf "Helmut-Hilmer-Melkbank".

Diese Nachbildung der Melkbank war anlässlich der Beendigung des Programms für die Dorferneuerung (1986 bis 2015) im Oktober 2015 vom Pfeifenclub Otter errichtet und im Juni 2016 feierlich eingeweiht worden. Eine solche Melkbank war einst aber nicht nur Milch-Sammelstelle, sondern auch Treffpunkt für die Jugend des Dorfes.

Pfeifenclub-Vorsitzender Florian Klug erinnerte an die Verdienste des Melkbank-Schöpfers: "Wir stehen hier, um einen besonderen Menschen zu ehren. Es ist kaum in Worte zu fassen, was Helmut Hilmer für den Club geleistet hat", sagte er. So gehörte Helmut Hilmer dem Club seit Mai 1960 an, war ab 1965 zweiter Vorsitzender und später insgesamt 19 Jahre lang mit Unterbrechungen dessen Vorsitzender. Hilmer habe den Club geführt, gestaltet und weiterentwickelt, "mit Herz, Humor und Hingabe", so Florian Klug. 
Ohne ihn gebe es auch das beliebte Boßeln als Kulturveranstaltung nicht. Ebenso habe Hilmer 2008 die Idee des Human Kicker ins Rollen gebracht, der im Jahr darauf anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Pfeifenclubs seine Premiere erlebte und seither die Dorffeste bereichert. Unvergessen auch Helmut Hilmers Kunstwerk "Otter im Jahre 1950", für das er das Dorf als plastisches Modell mit den alten, originalgetreu nachgebauten Häusern in filigraner Handarbeit fertigte. 
Für jedes der kleinen Häuser hatte Helmut Hilmer zudem eine Art Steckbrief angefertigt mit dem Hofnamen, dem Namen der Eigentümer, der Anzahl der gehaltenen Kühe und weiteren Bemerkungen zu Besonderheiten, die in einem kleinen Begleitbuch für die Nachwelt verewigt wurden.
Seit 2005 war Helmut Hilmer Ehrenmitglied im Pfeifenclub. "Sein Werk bleibt unvergessen", sagte Florian Klug.
Und dann bewiesen die Pfeifenclub-Mitglieder, wofür "ihr" Club steht: für Geselligkeit und nette Gespräche. Aktuell gehören dem 1919 gegründeten Club 51 Aktive und zwölf Förderer an. Das Durchschnittsalter der Aktiven liegt bei 49,3 Jahren. Das jüngste Mitglied ist 19, das älteste Mitglied 90 Jahre alt.

Bastler Helmut Hilmer baut Modell von "Otter 1950"
Mit dem Modell von Otter 1950 Erinnerungen geschenkt
Der Tradition verpflichtet: Pfeifenclub „Blauer Dampf“ Otter weiht offiziell die nachgebildete Milchbank in der Ortsmitte ein
Gemeinde bedankt sich bei den Erbauern vom Pfeifenclub für die gestiftete Melkbank
Pfeifenclub-Vorsitzender Florian Klug (hinten, 2. v. li.) und Vorstandsmitglied Bernd Gätjens mit der Familie von Helmut Hilmer (v. li.): Christa Hilmer, Tochter Meike Beirau, Urenkeltochter Charlotte Beirau, ihre Mutter Natascha Beirau und  Enkeltochter Eileen Beirau | Foto: bim
Pfeifenclub-Vorsitzender Florian Klug bei seiner Rede an der Melkbank | Foto: bim
Die versammelten Pfeifenclub-Mitglieder bei der Feierstunde zur Widmung der Melkbank | Foto: bim
Bernd Gätjens mit Bildern der Ideengeber Helmut Hiilmer und Jürgen Albers | Foto: bim
Florian Klug (li.) bedankte sich bei Bernd Gätjens für dessen Unterstützung beim Spendensammeln für Jugendprojekte. Der Erlös der Jubiläums-Bingo-Show, von dem Regenjacken für die Jugendfeuerwehr gekauft wurden, hat sich beim Zeltlager an der See schon bezahlt gemacht | Foto: bim
Redakteur:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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