Forderung des Tostedter Linken-Politikers
Einheitliche Grundmiete soll freie Wohnortwahl ermöglichen

Linken-Ratsherr Jens Westermann

bim. Tostedt. Die Bebauung jedes kleinen Fleckchens Erde und die steigenden Kosten für Wohnraum sehen viele Menschen kritisch - auch in Tostedt. "Es wird verdichtet ohne Ende", beklagt ein alteingesessener Tostedter in einem Netzwerk. Zugezogene würden Tostedt als "autofreundliche, zubetonierte Innenstadt" erleben. Dazu hat sich auch der Linken-Ratsherr Jens Westermann Gedanken gemacht, der einheitliche Grundmieten fordert. "Grundflächen im Eigentum einzelner Personen oder Kapitalgesellschaften ist immer eine Enteignung der Mehrheit", erklärt er.
Seine Gedanken: "Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist groß und wird auch weiter steigen. In allen Regionen des Landkreises werden Landflächen zur Bebauung erschlossen und zum Verkauf angeboten. Hier stellt sich die Frage, ob die meisten der Zuziehenden auf dem Land wohnen wollen oder wegen der Unbezahlbarkeit der Mieten aus den Großstädten vertrieben werden. Unsere Erde, die wir zum Wohle zukünftiger Generationen zu verwalten und zu bewahren haben, ist zum Wohle des geringeren Teils der Bevölkerung zum Spekulationsobjekt verkommen", urteilt Jens Westermann.
Seiner Überzeugung nach solle Bauland - unabhängig von Region und Lage - bundesweit zu einem einheitlichen Grundwert mit unbefristeten Pachtverträgen vergeben werden. "Dies generiert ein zuverlässiges regelmäßiges Einkommen für die Gemeinden und sorgt bei überall gleichen Grundmieten für die gesetzlich garantierte freie Wahl, sich unabhängig vom Einkommen dort niederzulassen, wo es gefällt", erklärt der Linken-Politiker.
Auch die Art des Bauens müsse reglementiert werden - ressourcen-, sprich flächenschonend, sowie statt mit Zement, dessen Herstellung umweltschädlich sei, sinnvoller mit Holz, Stroh und Lehm. Auch sollten Häuser durch Einsatz von Solartechnik energetisch unabhängig von weiterer Versorgung sein.
Zur WOCHENBLATT-Berichterstattung über den Gemeindehaushalt "Trotz Corona gut aufgestellt" (50/2020), in dem Gemeindedirektor Dr. Peter Dörsam u.a. über anstehende Bauprojekte, die vermutlich anfallenden Kosten sowie die gesicherte Finanzierung durch den Verkauf von Grundstücken berichtet, sagt Westermann: "Tatsächlich wird hier das Tafelsilber verhökert und eine Politik der Kurzsichtigkeit gefördert."

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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