Zuschussanträge fürs DRK-Zentrum
Trotz Zuschussabsage blickt DRK Tostedt optimistisch in die Zukunft

DRK-Vorsitzender Dieter Weis
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bim. Tostedt. Geht es mit dem Tostedter DRK-Zentrum an der Ecke Bahnhofstraße/Triftstraße nun endlich auf die Zielgerade? Der Bauantrag, so berichtet DRK-Vorsitzender Dieter Weis, sei im April gestellt worden. Derzeit bemühe sich das DRK um eine Finanzierung des rund 7,65 Millionen Euro teuren Bauvorhabens. Wie mehrfach berichtet, sollen in dem Zentrum alle DRK-Angebote unter einem Dach vereint und das Fundus-Kaufhaus erweitert werden.
Mit zwei Zuschussanträgen für den Bau beschäftigte sich kürzlich die Politik. Eine große Enttäuschung erlebte der rührige DRK-Vorsitzende in der Gemeinderatssitzung, als 14 von 25 Ratsmitgliedern in geheimer Abstimmung einen 123.000-Euro-Zuschuss für den Neubau des sonst überall gelobten Fundus-Kaufhauses ablehnten.
In die Zuständigkeit des Samtgemeinderates fällt der DRK-Antrag auf Bezuschussung der im DRK-Zentrum geplanten Seniorenbegegnungsstätte in Höhe von 156.000 Euro. Eine Entscheidung darüber wurde in der jüngsten Sitzung vertagt. Die Verwaltung soll zunächst einen von Reinhard Riepshoff für die Gruppe Grüne/Linke gestellten Antrag prüfen. Dieser sieht vor, dem DRK den maximalen Zuschuss für Altenarbeit von jährlich 10.226 Euro für 15 Jahre jetzt als Einmalzahlung (153.390 Euro) zu bewilligen und das DRK im Gegenzug vertraglich zu verpflichten, für 15 Jahre die Seniorenarbeit zu übernehmen.
Rückblick: Das DRK-Zentrum beschäftigt den Ortsverein seit März 2014, als die Mitglieder den Vorstand ermächtigten, das Grundstück in der Bahnhofstraße 24 und 24a, auf dem sich das DRK-Kaufhaus Fundus befindet, zu erwerben. Erste Entwürfe für das DRK-Zentrum wurden im März 2016 präsentiert, der Kaufvertrag für das nötige Grundstück im Mai 2016 unterzeichnet. Neue Entwürfe mit einer optimierten Ausnutzung des vorhandenen Grundstücks und einem kompakteren Baukörper wurden im Frühjahr 2018 vorgestellt. "Eineinhalb Jahre haben wir wegen der Rettungswache verloren", schimpft Dieter Weis. Denn die vom DRK-Kreisverband zu finanzierende Rettungswache sollte zunächst neben dem DRK-Zentrum entstehen. Wie sich erst im Herbst 2019 herausstellte, wird dafür mehr Platz als zuvor geplant benötigt. Inzwischen liegt die fünfte Planung für das DRK-Zentrum vor.
In den Kosten von 7,65 Millionen Euro enthalten ist auch der Grundstückskauf. Rund vier Millionen Euro sollen in 14 altengerechte Wohnungen investiert werden, die auch der Refinanzierung des Vorhabens dienen. "Sobald die Finanzierung steht, wird eine Mitgliederversammlung einberufen, um über die Kreditaufnahme abzustimmen", kündigt Weis an. Einen 300.000-Euro-Zuschuss habe die Fernsehlotterie in Aussicht gestellt, berichtet Dieter Weis. Außerdem bemüht er sich noch um weitere Zuschüsse, deren Bewilligung im kommenden Frühjahr zu erwarten ist.

Die Erfolgsgeschichte des Fundus

Das DRK-Kaufhaus Fundus wurde im März 2013 eröffnet. "Es ist eine große Belebung für den Ortskern", sagten Tostedts Bürgermeister Gerhard Netzel und Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam anlässlich des fünfjährigen Bestehen des Fundus. Auch lobten sie die Nachhaltigkeit als "Recycling, wie es besser nicht gehen kann". Denn im Fundus finden Dinge, die woanders nicht mehr gebraucht werden, zu günstigen Preisen einen neuen Besitzer. Die Kundenzahl ist in jedem Jahr gestiegen.
Ursprünglich als Unternehmergesellschaft (UG) gegründet, ist das Fundus seit vergangenem Dezember eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH). Geleitet wird es von einem hauptamtlichen Kaufhausleiter und einem ehrenamtlichen Geschäftsführer. Zahlreiche Ehrenamtliche engagieren sich bei Annahme, Sortieren und Verkauf der Waren.

DRK-Vorsitzender Dieter Weis
So soll das DRK-Zentrum aussehen, das an der Ecke Bahnhofstraße/Triftstraße geplant ist
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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