Ausbildungsbörse
Manche Lehrstelle vermittelt

Tragen die Auszubildende Nele Ritter auf Händen (v. li.): Kay Gohr, Lukas Kuznia, Carsten Schulz und Dirk Meyer
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bim. Buchholz. Hunderte interessierter Jugendlicher und ihre Eltern informierten sich am Samstag im Buchholzer Veranstaltungszentrum Empore über das, was der Ausbildungsmarkt im Landkreis Harburg zu bieten hat. Bereits kurz nach der Eröffnung war der Besuch enorm. 50 Unternehmen und Organisationen aus der Region standen für Gespräche bereit. Das Spektrum reichte vom Einzelhandel, Gastronomie und Handwerk über Zoll, Polizei und Feuerwehr bis zu "Grünen" Berufen, Pflegedienstleistern und Bürojobs.
Die Veranstaltung sei zwar schon mal besser besucht gewesen, meinte Ole Bernatzki, Geschäftsführer des Ambulanten Hauspflege-Dienstes (AHD) aus Jesteburg. Dennoch habe er viele gute Gespräche mit potentiellen Bewerbern geführt und schon zwei Bewerbungen zur Pflegefachkraft angenommen sowie fünf Betriebsbesichtigungen vereinbart.
Über die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann, die die bisherigen drei Pflegeberufe Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpfleger ab diesem Jahr ablöst, informierte auch der Herbergsverein, Altenheim und Diakoniestation zu Tostedt. "Das ist eine gute Veranstaltung", lobte Geschäftsführer Helge Johannsen die Ausbildungsbörse. Er und seine Kollegin, die stellvertretende Pflegedienstleitung Marion Dieckmann, hatten einen "Raizer", eine batteriebetriebene, mobile Aufstehhilfe dabei, die die Arbeit der ambulanten Pflegekräfte erleichtert. "Wenn zuhause jemand stürzt und über den Hausnotruf den ambulanten Pflegedienst anfordert, kann dieser den Kunden mit dem 'Raizer' per Fernbedienung langsam aufrichten und gleichzeitig noch mit der Person reden", erläuterte Johannsen.
"Viele Jugendliche kommen mit großen Fragezeichen an unseren Stand, weil sie Feuerwehrmann als Beruf nicht kennen", berichtete Jenny Schütt vom Personalauswahlzentrum der Feuerwehr Hamburg. Den gebe es auch erst seit 2018, den Beruf des Notfallsanitäters seit 2015, berichtete sie. "Zuvor mussten Bewerber erst einen handwerklichen Beruf erlernen, jetzt können auch Schüler zu uns kommen", so Jenny Schütt. Für die Ausbildung zum Feuerwehrmann sei ein guter Hauptschulabschluss erforderlich. Zudem müssten die Interessenten Sport- und Theorietest sowie eine Tauglichkeitsuntersuchung bestehen. Für den Beruf des Notfallsanitäters ist ein Realschulabschluss erforderlich.
Einen Einblick in die Vielfalt der Systemgastronomie gewährte McDonalds-Franchisenehmerin Frauke Petersen-Hanson. Mit einer 3-D-Brille erlebten Interessierte einen Tag im Leben eines Auszubildenden.
Beste Werbung für ihren Berufsstand ist die Schornsteinfeger-Auszubildende Nele Ritter aus Buchholz. "Der Beruf macht Spaß. Ich bin ziemlich gerne auf Dächern, liebe den Ausblick bei Sonnenschein und mag den Kundenkontakt", berichtete sie. Um Schornsteinfeger zu werden, brauche man einen Hauptschulabschluss und sollte gut in Mathematik und Chemie sein, Interesse an Technik haben und möglichst schwindelfrei sein. Nach der dreijährigen Ausbildung, die bei guten Schulnoten um ein Jahr verkürzt werden könne, gebe es gute Fortbildungsmöglichkeiten, u.a. zum Meister oder mit Zusatzqualifikation zum Energieberater, Brandschutz- oder Umwelttechniker. Die 25 Schornsteinfegerbetriebe im Landkreis Harburg hätten zwar keine Nachwuchsprobleme, aber neue Glücksbringer seien stets willkommen, so Bezirksschornsteinfegermeister Dirk Meyer.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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