Frieseure
"Nutzen Sie nicht die Notlage aus!"

Friseurmeisterin Katharina Kalinowsky

bim. Tostedt. Seit Anfang der Woche dürfen auch Friseursalons und Kosmetikstudios aus Gründen des gegenseitigen Schutzes im Zuge der Coronakrise nicht mehr öffnen. Allerdings versuchen manche Kunden, ihre Friseure zu Privatterminen oder Hausbesuchen zu drängen. Die Tostedter Friseurmeisterin und Obermeisterin Katharina Kalinowsky richtet sich nun mit folgendem dringenden Appell an die Kunden:
"Für uns alle ist eine schwere Zeit angebrochen. Ungewissheit und Existenzangst ist insbesondere innerhalb der Friseurbranche greifbar. Nun kommt es aktuell dazu, dass Kunden sich privat bei ihren Friseuren oder deren Angestellten melden, um einen Privattermin zu vereinbaren. Ich möchte gar nicht darauf abzielen, dass dies Schwarzarbeit ist, die aktuell mit bis zu 25.000 Euro bestraft wird. Viel wichtiger ist, dass Sie, liebe Kunden, damit Ihren Friseur in eine sehr schlimme Lage bringen. Auf der einen Seite die finanzielle Not und auf der anderen Seite die Angst vor einer eigenen Ansteckung. Manch einer verwebt seine Anfrage sogar mit der 'Drohung', dass man schon jemanden finden wird, der das macht, 'dann sind Sie mich als Kunden los!'. Ich bitte Sie dringlich in unser aller Interesse, so etwas nicht zu tun! Schürt nicht die Ängste von Menschen und setzt sie nicht mit ihrer Zukunftsangst unter Druck! Das ist alles andere als fair und wirklich unnötig! Danke, wenn Sie sich solidarisch zeigen und nicht die Notlage einer Branche und die Hilflosigkeit von Menschen ausnutzen!"

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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