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Bodenaushub hat begonnen

Vorne der Erdaushub für das neue Vereinsheim. Im Hintergrund ist der Baggersee zu sehen
 
Architekt und TSV-Geschäftsführer Heiner Hoops mit den Entwürfen fürs Vereinsheim

Am Baggersee baut der Todtglüsinger Sportverein ein Vereinsheim mit Kursräumen und zwei Wohnungen

bim. Tostedt. Seit rund fünf Jahren plant der Todtglüsinger Sportverein (TSV) den Bau eines Vereinsheims am Baggersee. "Den ersten Entwurf habe ich am 15. Oktober 2013 gemacht", berichtet TSV-Geschäftsführer und Architekt Heiner Hoops. Nachdem nun diverse (Genehmigungs-)Hürden genommen sind, haben die Erdarbeiten begonnen. Das Vereinshaus entsteht hinter der Gorodki- und der Bogensportanlage mit Blick auf den See.
Der TSV ist in den vergangenen Jahren zum größten Sportverein des Landkreises gewachsen. Auch die Sportangebote in den diversen Sportstätten des TSV, u.a. im Hinkenwarns Hus, in der Fitnesshalle und am Baggersee wurden immer vielfältiger, sodass bereits vor Jahren darüber nachgedacht wurde, ein Vereinsheim am vereinseigenen Baggersee zu bauen. „Insbesondere der Reha- und Gesundheitssport, Pilates und Yoga werden von unseren Mitgliedern immer stärker nachgefragt und sind in der Fitnesshalle nicht mehr zu leisten“, so Hoops. Außerdem sollen zwei kleine Wohnungen im Vereinshaus entstehen, in die Leute einziehen sollen, die für Sicherheit und Ordnung am Baggerseegelände sorgen, auf dem es in der Vergangenheit häufiger zu Vandalismusschäden gekommen ist.
Für das Vereinshaus musste von der Gemeinde Tostedt allerdings erst ein Bebauungsplan aufgestellt und dazu auch die Bürger und Behörden beteiligt werden. Und das dauerte. "Ich habe vier Entwürfe gezeichnet und drei Mal umgeplant. Unter anderem war der erste Standort hinter dem Baggersee von der Naturschutzbehörde des Landkreises abgeschmettert worden. Für den Bau dort wären enorme Ausgleichsmaßnahmen erforderlich geworden", berichtet Heiner Hoops.
Auch zu berücksichtigen waren u.a. die Abstände zum Wald - und es gab die Diskussion, was überhaupt als Wald einzuordnen ist und was nicht. "Um ein Baufenster festzulegen, haben wir aber gut mit der Gemeinde zusammen gearbeitet", sagt der TSV-Geschäftsführer. Die Baugenehmigung liegt seit August vor. Das Vereinsheim wird nun auf einer 57-mal-40-Meter-Fläche entstehen.
Mit den Erdarbeiten wurde Ende Oktober begonnen. "Bisher wurden rund 6.000 Kubikmeter Boden bewegt, den Großteil davon werden wir auf unserem eigenen Gelände aufbringen", berichtet Heiner Hoops.
Beim "Buddeln" trat allerdings ein weiteres Problem auf: "Wir haben da ein ganzes Haus in Einzelteilen gefunden", so Hoops. Offenbar wurden Teile des Geländes einst für die Entsorgung von Bauschutt genutzt. "Altes Holz bildet Methangase. Ziegel- und Betonreste sowie 600 Kubikmeter Boden müssen fachmännisch abtransportiert und entsorgt werden", erläutert Heiner Hoops. Ein Fachbüro nimmt und untersucht begleitend Bodenproben.
Im Erdgeschoss des Vereinsheims entstehen u.a. der Empfang mit Teeküche, eine Außentoilette für die Badegäste, ein 130 Quadratmeter großer Kursraum, Umkleide- und Duschräume sowie ein Ruheraum für Sauna-Gäste, im Obergeschoss, erreichbar über zwei Treppenhäuser und einen Fahrstuhl, entstehen u.a. zwei Kursräume mit 170 und 230 Quadratmetern und die zwei Wohnungen für Hausmeister und Baggersee-Aufsicht mit zusammen 123 Quadratmetern. Insgesamt wird das Vereinsheim eine Nutz- und Wohnfläche von 1.520 Quadratmetern haben.
Gefördert wird das insgesamt rund 2,2 Millionen Euro teure Vorhaben mit bis zu 100.000 Euro aus dem regionalen EU-Fonds "Leader" sowie mit bis zu 80.000 Euro vom Landessportbund.
Heiner Hoops hofft, dass Anfang Februar kommenden Jahres mit den Betonarbeiten für die Bodenplatte begonnen werden kann.