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Ein neuer Hort an der Waldorf- oder an der Grundschule in Apensen: Politiker der Samtgemeinde stehen vor der Qual der Wahl

Zwei Gebäude mit versetztem Pultdach: Das ist die kostengünstigere Variante von Prof. Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Peter (Foto: Architektengemeinschaft Wehmeyer und Peter, Harsefeld)
Auf dem Gelände der Waldorfschule oder an der Schulstraße - die Politiker der Samtgemeinde stehen vor der Qual der Wahl, wo die neue Kindertagesstätte gebaut werden soll und wer Betreiber wird. Jetzt haben die beiden infrage kommenden Architektenbüros dem Schulausschuss erste Entwürfe vorgelegt.
Doch damit wird die Wahl nicht leichter. So lassen sich die Kosten für die vorgestellten Varianten nur schwer miteinander vergleichen. Wird die Waldorfschule Betreiber und Bauherr, werden die Kosten zwischen Gemeinde und Schule aufgeteilt. Außerdem müssten in diesem Fall Vorkehrungen für einen sicheren Weg von der Schule zum Hort getroffen werden, unter anderem mit einer Fußgängerampel. Entscheidet sich der Samtgemeinderat, die Kita an der Schulstraße zu bauen, ist die Samtgemeinde Bauherr und trägt alleine die Baukosten. Der Betreiber wird dann voraussichtlich der kirchliche Kindergarten "Arche Noah".
Für die Waldorfschule präsentierten Architekt Dipl.-Ing. Axel Brauer und die Architektin Dipl.-Ing. Claudia Giersch einen Grundriss für ein eingeschossiges Gebäude mit sechs Gruppenräumen. Der Bau soll in zwei Abschnitten erfolgen, sodass zunächst ein Bewegungsraum und vier Räume für eine Hort- und eine Krippengruppe sowie zwei Elementargruppen (85 Kinder) zur Verfügung stehen. Geplant ist, zu einem späteren Zeitpunkt für jeden Bereich zwei Gruppenräume einzurichten und dann 120 Kinder betreuen zu können. "Es wird etwa drei Jahre dauern, bis wir alle Räume nutzen", erklärt Samtgemeinde-Bürgermeister Peter Sommer.
Der Baubeginn ist laut Architekt in zwei bis drei Monaten möglich, die Fertigstellung könne bis zum neuen Kindergartenjahr 2016 erfolgen. Die Kosten liegen laut Frank Schröter, Vorstand der Waldorfschule, bei rund 1.446.125 Euro für vier Räume im ersten Bauabschnitt und insgesamt 1.960.000 Euro für sechs Räume nach dem zweiten Bauabschnitt. Nach welchem Schlüssel die Kosten aufgeteilt werden, steht noch nicht fest.
Für einen möglichen Kita-Bau an der Schulstraße stellte der Architekt Prof. Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Peter zwei Entwürfe vor. Die kleinere, kostengünstige und sehr kompakte Variante besteht aus zwei eingeschossigen Gebäuden mit versetzten Pultdächern, einem Bewegungsraum und vier Gruppenräumen mit jeweils 55 Quadratmetern und Nebenräumen, die als Hausaufgaben- oder Differenzialbereich genutzt werden können. Alle Räume sind je nach Bedarf für Krippen-, Elementar- und Hortgruppen geeignet. Diese Variante ist erweiterungsfähig und kostet brutto inklusive der Nebenkosten 1.346.288 Euro. Eine größere Variante ist ein hufeisenförmiger Bau mit Bewegungsraum, vier Gruppenräumen inklusive Nebenräumen und einem windgeschützen Innenhof. Dieser Bau kostet laut Prof. Peter 1.528.632 Euro.