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Hallenbad als Übungsraum

Unter Atemschutz transportierten die Feuerwehrleute die "Verletzten" ab (Foto: Feuerwehr)

Fachzüge der Kreisfeuerwehr übten in Buchholz einen Chlorgasunfall / Rettungsdienst entfiel wegen Einsatzes in Inzmühlen

os. Buchholz. Wegen des Großeinsatzes im Tagungszentrum "Tanzheimat Inzmühlen" (siehe hier) fiel am vergangenen Freitag die Übung der Kreisfeuerwehr im Buchholzer Hallenbad kleiner aus als geplant. Zahlreiche Rettungskräfte, die am Holzweg üben sollten, wurden abkommandiert, um bei der Versorgung der Heilpraktiker und Homöopathen zu helfen.
Den verbliebenen Rettern aus sieben Fachzügen der Kreisfeuerwehr bot sich im Hallenbad ein schlimmes (Übungs-)Bild: Im Technikraum war eine größere Menge Chlor ausgetreten, wodurch mehr als 25 Personen verletzt wurden. Der Gesamteinsatzleiter, stv. Abschnittsbrandmeister Michael Bulst aus Neu Wulmstorf, setzte umgehend mehrere Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung ein. Auf dem Parkplatz des Hallenbades wurden die Geretteten in mobilen Duschkabinen abgeduscht und in einem aufblasbaren Zelt betreut. "In der Realität wären die Verletzten ab hier dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben worden", berichtet Mathias Wille, stv. Kreispressewart. Parallel zur Rettung der Verletzten unterbanden mehrerer Trupps des Fachzuges "Gefahrengut" den Chlorgas-Austritt.
Kreisbrandmeister Volker Bellmann zog ein positives Fazit der Übung. "Die Übungslage wurde ruhig und konzentriert abgearbeitet", lobte Bellmann, der die Übung mit seinem Stellvertreter Torsten Lorenzen und einem Team des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr beobachtete. Durch den Ausfall des Rettungsdienstes sei zwar ein wichtiger Teil der Übung entfallen, aber, so Bellmann: "Während des realen Einsatzes in Inzmühlen haben Rotes Kreuz und Johanniter bewiesen, dass sie bestens auf solch ein Ereignis vorbereitet und und es professionell bewältigen können."