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Klage gegen ADAC: Wilfried Ganick zieht die Reißleine

Wilfried Ganick hat genug vom Aktenstudium. Er will nicht weiter gegen den ADAC klagen und hat einem Kompromiss zugestimmt (Foto: archiv)
os. Buchholz. Am Ende hatte Wilfried Ganick (65) keine Lust mehr auf weitere Gerichtsrunden: Im Kampf um eine Entschädigung für einen im Urlaub erlittenen Achillessehnenriss hat der Pensionär aus Buchholz dem Kompromiss des Landgerichts zugestimmt. Versicherungspartner ADAC zahlte Ganick rund 8.400 Euro. "Ich gehe mit einem Verlust von mehreren Tausend Euro aus dem Verfahren", sagt der ehemalige Polizei-Hauptkommissar geknickt. Sein Anwalt Jürgen Hennemann wollte weiter um eine deutlich höhere Entschädigung kämpfen, doch Ganick zog die Reißleine.
Wie berichtet, hatte sich Ganick im 2009 Türkei-Urlaub die Achillessehne gerissen, als er im Hotel-Swimmingpool seinen damals siebenjährigen Enkel hochwarf. Aus zwei Policen mit dem ADAC erhielt Ganick eine Entschädigung von 2.520 Euro. Anwalt Hennemann strengte eine Klage über ca. 37.000 Euro an, die seinem Mandanten zustünden. Es folgte für Ganick eine vierjährige Odyssee durch Arzt-Praxen und Gutachter-Räume mit vielen diametral entgegenstehenden Aussagen.
"Ich habe jetzt einfach keine Lust mehr auf die Verfahren", sagt Ganick. Und zieht ein bitteres Fazit: "Mein Vertrauen in den Rechtsstaat ist erschüttert."