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Stadt Buchholz erwägt Klage gegen den Zensus: "Wir sind im negativen Sinne extrem rausgefallen"

"Wir wollen keine Rechte aufgeben": Bürgermeister Wilfried Geiger erwägt eine Klage gegen den Zensus (Foto: archiv)
os. Buchholz. Die Ergebnisse des Zensus betrafen die Stadt Buchholz besonders stark. Zum 30. Juni 2011 lebten in der Nordheidestadt mehr als 2.200 Einwohner weniger als angenommen. Exakt 36.656 Bürger waren in Buchholz laut Statistischem Landesamt gemeldet, die Verwaltung war von 38.930 Einwohnern ausgegangen. Die Stadt Buchholz überlegt nun laut Bürgermeister Wilfried Geiger, ob sie gegen den Zensus klagt. "Wir wollen keine Rechte aufgeben", sagt Geiger.
Hintergrund: Durch die geringere Einwohnerzahl droht Buchholz eine sprübare Reduzierung der Schlüsselzuweisung durch das Land. Demnach würden der Nordheidestadt künftig 1,105 Millionen Euro pro Jahr weniger zustehen als bisher.
Vor einer Klage vor dem Verwaltungsgericht in Hannover will Geiger den offiziellen Bescheid vom Statistischen Landesamt aber erst "auf Herz und Nieren prüfen". Eine Arbeitsgruppe wurde extra in der Verwaltung eingerichtet, um die Zahlen abzugleichen. "Wir sind beim Zensus im negativen Sinne extrem rausgefallen", beklagt Geiger. Winsen und Seevetal müssten "nur" auf rund 800.000 Euro aus Landesmitteln verzichten, der Landkreis Harburg auf 3,078 Millionen Euro. Beobachter sehen in dem Zögern eher die Erkenntnis, dass die Stadt aufgrund der Umstellung in der Verwaltungsstruktur womöglich die Einwohnerzahl nicht auf dem aktuellen Stand hatte.