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Bestrahlung als Sicherheitsplus

Das Carcinoma in situ, eine Krebsvorstufe, ist häufig ein Zufallsfund bei der Mammographie (Foto: Kooperationsgemeinschaft Mammographie)

Neue Therapieempfehlung für Frauen mit Krebsvorstufen in der Brust

(nf). Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) hat für die Bestrahlungsbehandlung von Brustkrebs jetzt eine neue Therapieleitlinie herausgegeben, die das fordert, was in Buchholz seit langem Standard ist.
Das Carcinoma in situ, ein Tumor, der auf den Ursprungsort begrenzt ist und noch nicht auf benachbartes Gewebe übergegriffen hat, wird häufig als Zufallsbefund während einer Mammografie entdeckt. 95 Prozent dieser Krebsvorstufen finden sich in den Milchgängen der Brust. Von dort können sie jederzeit die Grenze zum umgebenden Gewebe durchbrechen und zu einem bösartigen Tumor werden, der Metastasen bildet. Deshalb werden Krebsvorstufen immer operativ entfernt. Dabei bleibt die Brust erhalten.
Die DEGRO empfiehlt jetzt, die operierten Patientinnen nach dem Eingriff zusätzlich zu bestrahlen. Denn Studien zeigen, dass eine Bestrahlung das Rückfallrisiko deutlich senkt - laut einer der Studien sogar um bis zu 48 Prozent. Damit steigen die Chancen der Frauen, ihre Brust dauerhaft zu behalten, was bei einem Rückfall dagegen oft nicht möglich ist.
Dr. Uwe Imgart, Leitender Arzt der Strahlentherapie im Krankenhaus Buchholz: „Weil wir um diese Zusammenhänge wissen und unseren Patientinnen die bestmögliche Behandlung bieten wollen, haben wir diese Empfehlung schon lange umgesetzt.“