Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Mutmaßlicher Vergewaltiger: "Er steht zu seinen Taten"

Der mutmaßliche Vergewaltiger Pascal D. aus Buxtehude mit seinen Verteidigern

+++ UPDATE ++++ Anwälte geben Erklärung ab. Der mutmaßliche Schulhof-Vergewaltiger bekennt vollständig seine Schuld MEHR LESEN SIe hier +++


bc. Stade. Die dunklen Haare adrett zum Seitenscheitel gekämmt, das weiße Hemd hängt über der Jeans, weiße Turnschuhe: So erschien der mutmaßliche Schulhof-Vergewaltiger Pascal D. aus Buxtehude vor dem Landgericht Stade. Unter großem Medienrummel begann am Freitag der Prozess vor der 1. Großen Jugendstrafkammer. Während der Anklageverlesung hielt der Beschuldigte den Kopf gesenkt, sein Blick richtete sich starr gen Boden.

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft hat der 22-jährige Tischler am 2. Februar eine 14-jährige Schülerin nahe der Stieglitzschule in Buxtehude über mehrere Stunden sexuell missbraucht. Dem Mädchen soll er dabei die Augen mit einem Schal verbunden haben.

Drei Wochen später soll er eine 20-Jährige brutal auf einer Tischtennisplatte des Schulhofes der Grundschule Altkloster vergewaltigt haben. Dabei verletzte er die Frau, die am Freitag vor Gericht als Nebenklägerin erschien, im Gesicht und fügte ihr nach Angaben der Anklagebehörde eine Rippenprellung zu.

Beide Taten fotografierte er mehrmals mit seinem Handy.

Strafverteidiger Dr. Heiko Granzin kündigte eine umfassende „geständige Einlassung“ seines Mandanten an: „Er steht zu seinen Taten und wird alles dafür tun, das Verfahren abzukürzen.“

Ein Verständigungsgespräch im Hinterzimmer zwischen Gericht, Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Nebenklage-Vertretung, in dem üblicherweise eine Unter- und Obergrenze des Strafmaßes festgelegt wird, kam am Freitag nicht zustande. Die Kammer möchte zunächst die Aussage des Angeklagten hören - allerdings nicht ohne die Anwesenheit eines psychiatrischen Gutachters, der am Freitag überraschend nicht erschienen war. Die Verhandlung wurde unterbrochen. Pascal D. wird vermutlich am Freitag, 12. September, im Rahmen der Hauptverhandlung ein umfassendes Geständnis vor Gericht ablegen.

Mehr lesen Sie am kommenden Mittwoch in Ihrem WOCHENBLATT.