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Stade: Mehr Hilfe für Menschen mit Autismus

Stefanie Mencke, Geschäftsführerin der Börne (li.), und Svenja Breitkreuz, Abteilungsleiterin soziale und mobile Dienste, sind Ansprechpartnerinnen, wenn es um das neue Angebot geht (Foto: bc)
bc. Stade. Eltern autistischer Kinder sind froh, dass es in Stade mit dem Autismus-Therapiezentrum der Börne eine qualifizierte Einrichtung gibt, in der ihre Sprösslinge gefördert werden. Doch wie sieht die langfristige Betreuung aus, wenn aus Kindern junge Erwachsene werden. „Es gab Probleme in der Anschlussversorgung“, räumt Stefanie Mencke, Geschäftsführerin der Börne, ein. Darauf hat der soziale Dienstleister jetzt reagiert und ein neues Angebot ins Leben gerufen.
Seit vielen Jahren bietet „Die Börne“ eine Möglichkeit für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung an, ambulant im betreuten Wohnen in ihren eigenen vier Wänden selbständig leben zu können. Seit Kurzem gilt das Angebot nun auch für Menschen mit seelischer Behinderung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Diagnosen aus dem Autismus-Spektrum.
Qualifizierte Mitarbeiter der Börne betreuen Menschen mit Autismus entweder in einer Wohnung, die sie auf dem freien Immobilienmarkt gefunden haben, oder in einer der 33 Wohnungen, die die Börne in Stade selbst vermietet. Die meisten liegen im Stadtteil Ottenbeck, wo sich der Hauptsitz der Börne (Claus-von-Stauffenberg-Weg 10) befindet.
Bis zu zehn Stunden pro Woche werden die Menschen im Alltag begleitet. Dabei geht es in erster Linie um unterschiedliche Übungseinheiten, um den Alltag bewältigen zu können, z.B. das korrekte Verhalten im Supermarkt oder Koch-Trainingsstunden. „Wir wollen die größtmögliche selbständige Lebensführung von Menschen mit Behinderung fördern. Eine wichtige Grundlage für die gesellschaftliche Integration“, unterstreicht Svenja Breitkreuz, Abteilungsleiterin bei der Börne für die sozialen und mobilen Dienste. Das Konzept für das neue Angebot hat die Börne in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis Stade und dem sozialpsychiatrischen Dienst entwickelt.
„Wir verfügen insbesondere im Bereich der Autismus -Therapie, der qualifizierten Schulbegleitung sowie bei der Ausbildungs- und Arbeitsassistenz von Menschen mit Autismus über umfangreiche Erfahrungen“, so Breitkreuz. Insgesamt beschäftigt die Börne 22 qualifizierte Schulbegleiter und drei Therapeuten im Autismus-Therapiezentrum in der Innenstadt (Bei der Börne 15).
Mittelfristig wird die Börne ihren Standort in der Altstadt aber aus Platzgründen aufgeben müssen. Im Sommer 2018 zieht bereits das Therapiezentrum komplett nach Ottenbeck um, wo wesentlich bessere Voraussetzungen vorherrschen, was u.a. die Themen Barriere-Freiheit und behindertengerechte Parkplätze angehen. Bekanntlich wird zudem in einigen Jahren - voraussichtlich 2020 - wird der Sprachheilkindergarten nach Harsefeld ziehen. Das Gebäude der Börne in der Altstadt wird an die Stadt verkauft.
• Nähere Infos zum neuen Angebot erhalten Interessierte bei Svenja Breitkreuz unter ( 04141-534399 (s.breitkreuz@dieboerne.de) oder bei Stefanie Mencke unter ( 04141-534350 (s.mencke@dieboerne.de). Die Börne betreut im Autismus- Therapiezentrum ca. 40 bis 50 Personen, die meisten sind Kinder und Jugendliche. Insgesamt beschäftigt die Börne 180 Mitarbeiter sowie 15 FSJler.