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Eine Straße wird zum Platz: Der erste "shared space" in Buxtehude

Heute eine triste Straße, bald ein "Dorfplatz"
tk. Buxtehude. Der Torfweg wird von der Finkenstraße bis zur Dresdner Straße komplett umgestaltet. Die Straße, die Flächen vor der Ladenzeile und dieStellplätze verschwinden und werden zu einem großen Platz vereint. Fußgänger, Auto- und Radfahrer sind dort gleichberechtigt unterwegs. Der neue, große Torfweg-Platz reicht von der Paulus-Kirche bis zu den Geschäften.
Am Montag wurden die Details der Umgestaltung vorgestellt. Knapp eine Million Euro werden investiert. Davon kommen 75 Prozent aus den Kassen der EU. Buxtehude hat "das große Glück", so Bürgermeister Jürgen Badur, Restmittel der Fördergelder für den Altregierungsbezirk Lüneburg zu bekommen. Der Zeitplan für die Maßnahme ist ehrgeizig: Alle Rechnungen müssen bis Ende 2014 vorliegen. Die Bauarbeiten sollen daher im April beginnen.
Das ist geplant: Zwischen Paulus-Kirche und Ladenzeile entsteht ein einziger großer Platz - ein so genannter Shared Space. Das heißt: Vom Fußgänger bis zum Autofahrer sind alle gleichberechtigt. Die Bordsteine fallen ebenso weg wie eine eigene Autofahrbahn.
Alle bisherigen Parkplätze werden neu angeordnet. Und zwar nicht mehr in einer langen Reihe, sondern versetzt als Blöcke auf dem Platz. Sie dienen damit gleichzeitig der notwendigen Verkehrsberuhigung. Auf dem neuen Torfweg ist Schritttempo angesagt.
Vor der Ladenzeile entsteht eine beleuchtete Überdachung. Dadurch wirken die verschiedenen Geschäfte optisch wie eine Einheit. Außerdem wird der Platz zur Westseite der St. Paulus-Kirche hin geöffnet. "Am Ende wird das ein richtiger Dorfplatz", so Landschaftsarchitekt Holger Paschburg.
Weil künftig alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen müssen, werden Konflikte entschärft. Manche Dinge seien heute nicht optimal, so Paschburg. Beispiel: Fußgänger, die den Zebrastreifen nutzen, landen vor den Parkplätzen der Geschäfte und müssen sich durch die Autos hindurchmogeln. Und damit jeder Autofahrer sieht, dass er auf einem Platz und nicht auf der Straße ist, werden die Flächen gepflastert und nicht asphaltiert.
• Pläne zur Umgestaltung des Torfwegs gab es bereits vor einigen Jahren. Übrig gebleiben war davon aber nur der Neubau des Stadtteilzentrums Stieglitzhaus mit Fördermitteln der EU. Als die Stadtverwaltung von den Restmitteln erfahren hatte, wurden die alten Pläne in Rekordtempo überarbeitet.