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Neue Asylbewerberunterkunft in Hanstedt?

Hanstedts Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus vor der Asylbewerberunterkunft an der Winsener Straße

Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus schlägt Neubau für Asylbewerber an der Winsener Straße vor.

mum. Hanstedt. Nachdem Landrat Joachim Bordt sich gegen eine Unterkunft für Asylbewerber in Undeloh ausgesprochen hat (das WOCHENBLATT berichtetet), ist der Landkreis stark unter Druck. Bis September 2013 müssen im gesamten Kreisgebiet zusätzliche Plätze für voraussichtlich 400 Flüchtlinge geschaffen werden. Jetzt hat Hanstedts Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus eine Alternative ins Spiel gebracht: die ehemalige Flüchtlingsunterkunft an der Winsener Straße am Ortsausgang.
In den drei einfachen ebenerdigen Häusern gibt es insgesamt fünf Wohnungen. Eine davon muss für Zwangsräumungen und Obdachlose freigehalten werden. Derzeit leben dort zwei Flüchtlingsfamilien mit je vier Familienmitgliedern, ein einzelner Flüchtling und zwei Obdachlose. Die Samtgemeinde hatte die Unterkünfte in den 90er Jahren in Leichtbauweise für Asylbewerber und Obdachlose errichtet.
„Die gesamte Anlage ist inzwischen abgängig. Wir überlegen jetzt, ob wir das große Haus abreißen und dort neu bauen“, sagt Muus. In modularer Bauweise - sprich aus Einzelelementen zusammengesetzt - sei das günstig machbar. Muus: „Das werden wir jetzt mit dem Landkreis Harburg erörtern.“ Muus hält eine Flüchtlingszahl von „20 + x“ für möglich. Im Vorwege dazu werde es eine Sitzung des Verwaltungsausschusses der Gemeinde Hanstedt geben, in der der Landkreis und die Betreiberfirma Human Care einen Bericht zur aktuellen Situation der Unterbringung von Asylbewerbern im Landkreis und zum Betreiberkonzept vorstellen. Die Entscheidung trifft dann letztlich der Rat.
Die Kosten für den Neubau übernimmt, das wurde bereits bestätigt, der Landkreis. Die Samtgemeinde würde die Räume mieten.
Und wenn es - wie in Undeloh - zu Protesten der Anwohner kommt? „Ich gehe nicht davon aus, dass sich so etwas in Hanstedt wiederholen wird“, sagt Muus. Von der Aufstellung von Containern auf dem Gelände der Unterkunft hält Muus nichts. „Die Menschen sollen vernünftig untergebracht werden.“ Er appelliert eindringlich an alle Bürger der Samtgemeinde, Wohnungen und Häuser für die Asylbewerber zur Verfügung zu stellen.