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Brest bietet Bauland zum Schnäppchenpreis

Ist stolz auf seine "Großbaustelle": Brests Bürgermeister Dieter Tomforde
jd. Brest. "Ein Großbauprojekt im kleinen Brest" - so titelte das WOCHENBLATT vor fast genau zwei Jahren. Damals hatte der Gemeinderat der kleinen Kommune den Grundsatzbeschluss gefasst, erstmals seit zwei Jahrzehnten wieder ein Neubaugebiet zu planen. Ins Auge gefasst wurde ein rund 3,8 Hektar großes Areal am Doosthofer Weg. Nachdem einige Hindernisse überwunden werden mussten - unter anderem untersagte der Landkreis die Errichtung von Kleinkläranlagen -, konnte jetzt endlich die Erschließung beginnen. Häuslebauer dürfen sich auf die wohl günstigsten Baugrundstücke im Landkreis freuen.

"Mit 59 Euro für den Quadratmeter bieten wir Bauland zum Schnäppchenpreis an", sagt Bürgermeister Dieter Tomforde. Immerhin sei in der Kaufsumme die volle Erschließung sowie die Entsorgung des Abwassers mittels Druckrohrleitung nach Bargstedt enthalten. Dabei werde im übertragenen Sinn keineswegs "Billig-Ware" verramscht: "Das sind hochwertige Flächen."

Das Neubaugebiet liege idyllisch am Dorfrand und der Bahnhof sei nicht mal zwei Kilometer entfernt. Den Kindergarten könne man sogar bequem zu Fuß erreichen. Einziges Manko: Einen Laden gibt es im Dorf schon lange nicht mehr. "Das dürfte aber kein Problem sein", meint der Bürgermeister: "Die Familieneinkäufe werden ohnehin mit dem Auto erledigt."

Sobald die Erschließungsarbeiten beendet und die Bagger abgerückt sind, können die ersten Häuser hochgezogen werden. "Ich rechne damit, dass die Bauherren im Spätherbst loslegen dürfen", sagt Tomforde. Die Parzellierung der Grundstücke sei bereits erfolgt und ein Notar habe einen Muster-Kaufvertrag entworfen. "Wer will, kann also in Windeseile zu seinen eigenen vier Wänden kommen", meint der Bürgermeister.

Die Gemeinde habe das Baugebiet in erster Linie für die eigenen Bewohner geschaffen. Schließlich gehe es darum, die jungen Leute im Ort zu halten.
"Aber Neubürger sind natürlich auch willkommen", meint Tomforde. Wer jetzt zuschlage und eines der zunächst elf Grundstücke kaufe, könne sich mit der Bebauung Zeit lassen: "Anders als in den meisten Kommunen sind Bauherren nicht verpflichtet, innerhalb einer bestimmten Frist mit dem Hausbau zu beginnen", erklärt Tomforde: "Allerdings gibt es in den Verträgen eine Klausel, die den Weiterverkauf untersagt. Bodenspekulanten sind bei uns in Brest nicht gern gesehen."